Dem Wohl der Kinder verpflichtet

Die 175 Jahre alte Schule Bernrain in Kreuzlingen feierte das Jubiläum und den baldigen Abschluss der Neu-und Umbauten.

Kurt Peter
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Das 175-Jahr-Jubiläum der Schule Bernrain war ein Festtag für Geschäftsleiter Thomas Bücheler, Vereinspräsident René Imesch und Paul Roth, Generalsekretär des kantonalen Departements für Erziehung und Kultur. (Bild: Kurt Peter)

Das 175-Jahr-Jubiläum der Schule Bernrain war ein Festtag für Geschäftsleiter Thomas Bücheler, Vereinspräsident René Imesch und Paul Roth, Generalsekretär des kantonalen Departements für Erziehung und Kultur. (Bild: Kurt Peter)

René Imesch, Präsident des Vereins Bernrain-Brunnegg, konnte am Sonntag zahlreiche Gäste zur 175-Jahr-Jubiläumsfeier der Schule Bernrain begrüssen. Zuerst schaute er in seiner Ansprache zurück. Weit zurück, ins Jahr 1843: «Hier oben standen ein Gutsbetrieb und ein Hof, unten waren drei Dörfer und ein Kloster, die moderne Schweiz existierte noch nicht». Im Thurgau sei die Zeit durch Armut, Hunger und Verwahrlosung geprägt gewesen.

«Damals entstand die Institution Schule Bernrain auf den christlichen Grundwerten und der Erkenntnis, dass nur Bildung den mündigen Menschen schafft», sagte Imesch. Und auf dem Grundsatz, dass alles dem Wohl der Kinder zu dienen habe, der auch heute noch gelebt werde.

Der Standort, die Landwirtschaft und die Schulplätze werden gesichert

Verändert hätten sich die Anforderungen an die Schule, führte Imesch weiter aus. Der Vereinsvorstand habe den Grundsatzentscheid gefällt, den Standort sowie die Landwirtschaft und die Zahl der Schulplätze zu erhalten. Die Neu- und Umbauten seien dank einer Erbschaft und des Verkaufs von Bauland finanziert worden. Der Verein habe sich entschieden, den Gutsbetrieb Brunnegg zu erwerben, um die Landwirtschaft zu sichern.

Paul Roth, Generalsekretär des kantonalen Departementes für Erziehung und Kultur, sah doppelten Grund zum Feiern: Das 175-Jahr-Jubiläum und die baldige Fertigstellung der umfangreichen Bauarbeiten seien ein Festtag, sagte er. «175 Jahre im Zeichen von Erhalten und Erneuern heisst, dass die pädagogischen Leitlinien erhalten wurden, Erneuerungen im Baubereich aber immer wieder gefordert waren». Die Entwicklung der Schule zeige aufwärts, erklärte Roth weiter. Und das sei gut, weil «der Kanton auf starke Partner in der Sonderschulung angewiesen ist». Er ist überzeugt, dass die Schule Bernrain für das Wohl der Kinder sorge, «heute und in Zukunft».

Ein bisschen Sanieren genügte nicht

Geschäftsleiter Thomas Bücheler fasste die Baugeschichte und die damit einhergehenden Probleme für den reibungslosen Schulbetrieb zusammen. Die vom Kanton geforderte Zusammenstellung der baulichen Investitionen hätte schnell aufgezeigt, dass «ein bisschen Sanieren nicht genügt». Viele Provisorien hätten den Schulbetrieb aufrecht gehalten. So sei beispielsweise das Internat ins Pfadiheim ausgewichen. Dass das alles geklappt habe, sei dem Lehrkörper, den Kindern und dem Hauswartteam zu verdanken. Dies verdiene ein dickes Lob. «Wir bauen schon drei Jahre».

Abschliessend rief Bücheler die Besucher dazu auf, eine Zeitreise zu absolvieren. Gestaltet wurden die Stationen 1843, 1943, 1968, 1993, 2018 und ein Blick in den Unterricht im Jahr 2043.