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Dem Wasser trotzen

Der Hochwasserschutz am Tobelbach ist nicht die teuerste, aber sicher die langwierigste Investition.
Hannelore Bruderer

Gemeindepräsident Roman Brülisauer und Bauverwalter Jörg Bürgisser strahlen. Beide sind froh, dass das Hochwasserschutzprojekt Tobelbach abgeschlossen ist. Der Start zur Planung erfolgte vor gut 15 Jahren, Einsprachen und Projektänderungen zögerten das Vorhaben immer wieder hinaus. Im Dezember sind die Schutzmassnahmen durch die kantonalen Ämter abgenommen worden.

Das Bett des Tobelbachs verläuft bis auf den Durchlass unter dem rund vier Meter hohen, aufgeschütteten Damm unverändert. Beim Einlass zur Eindolung hält ein Rechen Holz und Geschiebe zurück. Aus der zum Bau des Dammes benötigten Zufahrt ist ein neuer Flur- und Spazierweg zwischen Guggenbühl und Kümmertshausen entstanden. Auf den frisch aufgeforsteten Flächen schützen hellgrüne Kunststoffhülsen und Gittergeflecht die jungen Bäume und Sträucher vor Wildfrass. «Der Schutzwall und das Auffangbecken sind gut in die Gegend eingebettet. In zwei bis vier Jahren wird die Bepflanzung schon so gross und dicht sein, dass man die Veränderung kaum mehr wahrnehmen wird», ist Gemeindepräsident Roman Brülisauer überzeugt.

Tag der offenen Röhre

Am Samstag, 11. Mai, lädt der Gemeinderat Erlen von 11 bis 14 Uhr zum «Tag der offenen Röhre» ein. Interessierte Einwohner und Einwohnerinnen sind eingeladen, die Bauten im Tobelbach zum Schutz vor Hochwasser zu besichtigen. Die am Projekt beteiligten Ingenieure sind vor Ort und erteilen Auskünfte. Zum Abschluss des Projekts offeriert die Gemeinde den Besuchern Würste vom Grill und Getränke. (red)

Das Projekt ist mit 890000 Franken veranschlagt. Den Löwenanteil übernehmen Bund und Kanton, die Gemeinde Erlen hat ihren Anteil mit 290000 Franken budgetiert. «Es ist eine grosse Investition für eine Schutzbaute, bei der man hofft, dass sie nie zum Tragen kommt», sagt Brülisauer. Ohne die nun ausgeführten Massnahmen ist das Schadenspotenzial im tiefer gelegenen Industrie- und Wohngebiet jedoch auf 52 Millionen Franken geschätzt worden.

Der Versicherer «die Mobiliar» hat der Gemeinde Erlen aus ihrem Fonds zum Schutz von Naturgefahren 130000 Franken gutgesprochen. «Mit unserem Engagement im Bereich der Prävention wollen wir mithelfen, Schaden zu verhindern. Denn nach einem Unwetter kann die Versicherung zwar den materiellen Schaden decken, den immateriellen Schaden jedoch nicht», sagt Norbert Schlageter von der Mobiliar. Die Schlussabrechnung des Hochwasserschutzprojekts Tobelbach fehlt noch. Sie wird an der nächsten oder übernächsten Gemeindeversammlung präsentiert, sagt der Gemeindepräsident. Durch die Fertigstellung des Projekts wird nun auch die Gefahrenschutzkarte angepasst.

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