Das Zeitfahren in Weinfelden wird zum Heimspiel für die Lokalmatadoren

Am Mittwochnachmittag ist die Schweizermeisterschaft im Zeitfahren in der Region über die Bühne gegangen. Besonders im Fokus der Fans standen die Thurgauer Fahrer. Die Hitze machte den Organisatoren zu schaffen.

Mario Testa
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Stefan Küng bei seiner Zieleinfahrt in Weinfelden. (Bild: Mario Testa)

Stefan Küng bei seiner Zieleinfahrt in Weinfelden. (Bild: Mario Testa)

Zum Schluss konnten die Thurgauer Fans jubeln. Sowohl im Rennen der Elite, als auch bei den Nachwuchsfahrern sicherten sich mit Stefan Küng und Stefan Bissegger zwei Mitglieder der veranstaltenden Veloclubs Fischingen und Bürglen-Märwil den Sieg.

Ueli Brunschweiler,OK-Präsident

Ueli Brunschweiler,
OK-Präsident

Allzu viele Fans säumten den Zielraum jedoch nicht am gestrigen Nachmittag um etwa 14.30 Uhr. Viel zu heiss war es, um an der prallen Sonne zu warten, bis die Velo-Cracks vorbeirasen – wenig überraschend für OK-Präsidenten Ueli Brunschweiler:

«Wir mussten damit rechnen, dass an einem heissen Mittwochnachmittag nicht so viel Publikum da ist. Viele sind heute wohl lieber in die Badi gegangen.»
Stefan Küng kühlt sich vor dem Start mit einer Kühlweste und Eiswürfeln im Nacken. (Bild: Mario Testa)

Stefan Küng kühlt sich vor dem Start mit einer Kühlweste und Eiswürfeln im Nacken. (Bild: Mario Testa)

Aber dank den Betreuern und Verwandten der Fahrer habe es doch einige Leute. Richtige Probleme habe die Hitze den Sportlern mit Handycap bereitet. «Sie spüren die Hitze teilweise nicht so gut und können dann bei Überanstrengung kollabieren. Wir haben deshalb auch Sanitäter und einen Vertreter des Paraplegikerzentrums Nottwil vor Ort.»

Freundin und Familie sind fast immer dabei

Céline Keller, Freundin von Stefan Küng.

Céline Keller, Freundin von Stefan Küng.

Besonders mitgelitten beim Rennen der Elitefahrer hat Céline Keller, die Freundin des späteren Siegers Stefan Küng. «Ich fiebere mit ihm mit, wenn er auf der Strecke ist. Es ist immer sehr schön, wenn die Fans und die Familie von Stefan an die Rennen kommen, so wie hier», sagt sie. 

«Bei diesen Temperaturen hätte ich nicht fahren wollen, fünf Grad weniger wären schon deutlich angenehmer gewesen.»

An der Startrampe schickte Swiss Cycling Kommissär Thomas Ruggli die Fahrer jeweils pünktlich auf die Piste. Der gebürtige Hauptwiler kennt die Gegend und sagt: «Es ist eine Strecke, die ein faires Rennen ermöglicht – eine ideale Zeitfahrstrecke.»

Kommissär Thomas Ruggli gibt Michael Albasini das Startsignal. (Bild: Mario Testa)

Kommissär Thomas Ruggli gibt Michael Albasini das Startsignal. (Bild: Mario Testa)

Er hat eine Liste mit 207 Starterinnen und Starterinnen in den Händen. Ganz so vielen muss er den Countdown dann jedoch nicht vorsprechen. «Es gibt immer wieder Fahrer, die nicht am Rennen erscheinen. Eigentlich wollte man die mal mit Bussen strafen, aber das hat man bereits wieder abgeschafft.»