Das Wigoltinger Wir-Gefühl hat sich entwickelt

Der Neujahrsapéro war der Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten für «25 Jahre Politische Gemeinde»

Manuela Olgiati
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Die Losverantwortliche Susan Kopp, die Gewinner Lisbeth Spöhl und Alfred Vaschauner aus Wagerswil mit Gemeindepräsidentin Sonja Wiesmann.

Die Losverantwortliche Susan Kopp, die Gewinner Lisbeth Spöhl und Alfred Vaschauner aus Wagerswil mit Gemeindepräsidentin Sonja Wiesmann.

(Bild: Manuela Olgiati)

Begegnung in der Mehrzweckhalle: Eine Frau trägt sich für die Teilnahme an der Öpfel-Trophy ein. Claudia de Luca, Obernarr des Fasnachtkomitees sagt: «Ich mache in der Gruppe mit dem Fasnachtswagen am Umzug mit.» Eine Wagerswilerin hilft, ein Bobby Car-Rennen zu organisieren. Lose für freiwillige Helfer für 12 Jubiläumsanlässe in verschiedenen Ortsteilen stehen zum Ausfüllen bereit.

Mehrere hundert Einwohner stossen am Sonntag mit dem Gemeinderat, den Nachbarn und Neuzugezogenen auf das neue Jahr an. «Wir fehlen nie», sagt Ursi Hüther aus Bonau. Lisbeth Spöhl und Alfred Vaschauner, ein junges Paar aus Wagerswil ist das erste Mal am Neujahrsapéro. Im voll besetzten Saal erklingt festliche Musik von den Music Friends unter der Leitung von Dirigent Franz Knupp. Die Vereine stellen ihre Angebote vor.

Etwas besonders an diesem Neujahrsapéro sind die Feierlichkeiten rund um das Jubiläum 25 Jahre Politische Gemeinde Wigoltingen. In ihrer Neujahrsansprache spricht Gemeindepräsidentin Sonja Wiesmann von der Zusammengehörigkeit. Sie sagt:

«Noch heute ist das Mitdenken und Handeln in unseren Dörfern wichtig.»

Vor 25 Jahren, in der sich andere Gemeinden weiterentwickeln konnten, musste Wigoltingen erst einmal ein gemeinsames «Wir» entwickeln. Reglemente mussten geschaffen, die Wasser- und Stromversorgung verbunden und ausgebaut werden. «Am 1. Januar 1995 wurde die Politische Gemeinde Wigoltingen gegründet, wie wir sie heute kennen», sagt Wiesmann.

Ein Relikt aus napoleonischen Zeiten

Die frühere Munizipalgemeinde Wigoltingen mit ihren Ortsgemeinden Illhart, Engwang, Bonau, Wigoltingen und einer Reihe von Weilern und Höfen waren ein Relikt aus napoleonischen Zeiten, blickt Wiesmann zurück.

Der Zusammenschluss war eine nüchterne Angelegenheit. Für die vier Ortsgemeinden sei es gut gelaufen und wäre es nicht «von Oben» befohlen worden, hätte es noch lange weiter gehen können. Doch die Verfassung des Kantons Thurgau verlangte die Schaffung von Einheitsgemeinden bis ins Jahr 2000.

Eine Linde zeugt von den Geschehnissen

Personelle Entscheide führten dazu, dass dieser Zusammenschluss früher zu Stand kam. Ein neuer Gemeindeammann fehlte. Ein Wahlrekurs verzögerte dessen Einsetzung. Der Rekurs wurde bis vor Bundesgericht weitergezogen und noch heute erinnert die Linde, die von den Rekurrenten oberhalb des Restaurants Berghaus gepflanzt wurde, an diese Zeit. Für Sonja Wiesmann gibt es seit ihrem Amtsantritt vor elf Jahren ein «Wigoltingen, dass gemeinsam in die Zukunft geht.»

An einer weiteren Verlosung wurden drei Gewinner gezogen: Einen Gutschein für einen Aufenthalt im Golfhotel Panorama in Lipperswil haben Lisbeth Spöhl und Alfred Vaschauner gewonnen. Je eine SBB Tageskarte haben Dominik Lehnherr und Peter Meile gewonnen.

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