«Das wäre ein sonderbares Signal»: Der Pikes-Präsident ist gegen eine Schliessung des Eissportzentrums Oberthurgau in Romanshorn

Die Coronapandemie hat das EZO in eine schwierige Lage gebracht. Die Stadt Romanshorn sucht nach Lösungen mit den umliegenden Gemeinden. Eine Variante wäre die Einstellung des Betriebs.

Tanja von Arx
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Die Pikes (blau) spielen im EZO gegen den HC Lugano.

Die Pikes (blau) spielen im EZO gegen den HC Lugano.

Mario Gaccioli (25. Oktober 2020)

Rico Dufner, Präsident des Eishockeyclubs Pikes, zeigt sich «sehr überrascht». Und zwar in Zusammenhang mit möglichen Lösungen, welche die Stadt Romanshorn für das Eissportzentrum Oberthurgau (EZO) mit den nahen Gemeinden diskutiert – denn dieses ist im Zuge der Coronapandemie in Schieflage geraten (unsere Zeitung berichtete). «Eine Schliessung darf kein Thema sein», sagt Dufner.

«Das würde den Eissport in der Region auf Jahre hinaus schädigen.»

Solcherlei wäre «ein sonderbares Signal» gegen den Sport und insbesondere gegen gemeinsame Sporteinrichtungen.

«Das wäre die einzige geschlossene Eishalle»

Dufner sagt:

«Das EZO wäre die einzige Eishalle in der ganzen Ostschweiz, die einfach so geschlossen würde.»

Zwar sei über den letzten bundesrätlichen Entscheid betreffend das Coronavirus der Spielbetrieb ausgesetzt. Doch die Trainings im Nachwuchs- und Erwachsenenbereich für bis zu 15 Personen seien weiter zulässig, so der Hockey-Präsident. «Die Pikes, der HCT Young Lions und etliche andere Amateurvereine führen sie unter Einhaltung der Schutzauflagen durch.»

Laut Dufner ist das Trainingsangebot für den Nachwuchsbereich sogar bewusst ausgebaut worden. «Dies, da wir der Ansicht sind, dass gerade in einer solch anspruchsvollen Zeit eine sinnvolle Beschäftigung und ausreichend Bewegungsmöglichkeiten für die Kinder möglich sein müssen.» So sei neben den regulären Nachwuchstrainings die beliebte Hockeyschule samstags von 11 bis 12 Uhr geöffnet.

«Wir sind der festen Überzeugung, dass die Sportvereine zusammen mit der Politik eine soziale Verantwortung tragen und Alternativen bieten müssen.»