Das Vivala vergräbt mit dem Grundstein Handabdrücke für die Ewigkeit

An der Grundsteinlegung für das erste neue Wohngebäude übernahmen die Vivala-Bewohner in Weinfelden das Schaufeln. Mit dem Akt beginnt ein grosses Bauprojekt, das in den kommenden Jahren rund 40 Millionen Franken kosten wird.

Mario Testa
Drucken
Teilen
Die Vivala-Bewohner sind bereit, um die Grundstein-Rohre im Fundament einzugraben. (Bild: Mario Testa)

Die Vivala-Bewohner sind bereit, um die Grundstein-Rohre im Fundament einzugraben. (Bild: Mario Testa)

Die Stiftung Vivala hat Grosses vor. In den kommenden Jahren sollen alle Gebäude auf dem Gelände ganz im Osten von Weinfelden erneuert werden. Gestern fand die Grundsteinlegung für das erste Gebäude statt, in dem künftig zwei Wohngruppen beheimatet sein werden.

«Es ist der Anfang eines Projekts, das uns noch lange begleiten wird»

sagt Geschäftsleiter Dave Siddiqui. «Hier entsteht Raum für Lebensfreude und Lebensqualität, fürs Miteinander und fürs Alleinsein. Raum für Menschen gross und klein.»

Geschäftsleiter Dave Siddiqui faltet mit den jungen Vivala-Bewohnern das Tuch mit den Handabdrücken und Wünschen drauf. (Bild: Mario Testa)

Geschäftsleiter Dave Siddiqui faltet mit den jungen Vivala-Bewohnern das Tuch mit den Handabdrücken und Wünschen drauf. (Bild: Mario Testa)

Siddiqui hat mit allen Bewohnern ein Tuch vorbereitet, auf dem sie ihre Handabdrücke in bunten Farben hinterlassen und ihre Wünsche notiert haben. Mit einer Tageszeitung, den Bauplänen und den ersten Seiten aus dem Tagebuch des Institutionsgründers Emil Hasenfratz kommt das Tuch in die beiden Grundsteine, ein Plastik- und ein Kupferrohr.

14 Millionen Franken für zwei Wohngebäude

Als Totalunternehmer hat die Stiftung Vivala die Firma Raumwerk AG aus Amriswil beauftragt. Laut Projektleiter Patrick Zollet sollte der Bau des ersten, zweistöckigen Gebäudes mit Unterkellerung in einem Jahr abgeschlossen sein.

Stiftungsratspräsident Martin Vock sagt: «Susanne Brunschweiler, meine Vorgängerin, hat das Ganze ins Rollen gebracht. Ich habe eine riesige Freude, dass wir heute hier stehen dürfen zur Grundsteinlegung.» In die erste Etappe mit zwei Gebäuden investiert die Stiftung 14 Millionen Franken, die gesamte Erneuerung kostet rund 40 Millionen.