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Das Unwetter vom Juni 2015 beschäftigt Kradolf-Schönenberg immer noch

Das Forstrevier AachThurSitter und die Gemeinde Kradolf-Schönenberg informierten über geplante Arbeiten im Kradolfer Schutzwald. Um den gewünschten Effekt zu erzielen, müssen alle betroffenen Waldbesitzer mitmachen.
Monika Wick
Wälder haben in unserer Kulturlandschaft eine Schutzfunktion. (Bild: Nana do Carmo)

Wälder haben in unserer Kulturlandschaft eine Schutzfunktion. (Bild: Nana do Carmo)

Mitte Juni 2015 traf ein Unwetter die Gemeinde Kradolf-Schönenberg besonders hart. Innerhalb von zwölf Stunden fiel so viel Regen wie normalerweise im ganzen Monat, was zu Schäden in Millionenhöhe führte. «Dieses Ereignis machte es nötig, einen Massnahmenkatalog auszuarbeiten», sagte Gemeindepräsident Heinz Keller am Dienstagabend.

Wald schützt vor Rutschungen und Hochwasser

Nachdem die baulichen Massnahmen zum Hochwasserschutz kürzlich abgeschlossen und abgenommen worden sind, wollen die Verantwortlichen nun ergänzende Massnahmen ergreifen. «Die Schutzwaldpflege macht das Hochwasserschutzkonzept komplett», erklärte Keller. Der Wald, um den es geht, liegt oberhalb des Dorfes Kradolf und erstreckt sich vom Bitzitobel bis zur Kistenmühle.

«Es ist Ihr Wald. Letztendlich bestimmen Sie, was darin geschieht», stellte Erich Tiefenbacher zu Beginn fest. Der Kreisforstingenieur des Forstkreises 2 erläuterte die Funktionen eines Schutzwaldes: «Dank seines Wurzelwerks, seinen Infiltrations- und Speichereigenschaften, der Evapotranspiration sowie des gedämpften Klimas, das Wasserspitzen minimiert, schützt ein intakter Schutzwald vor Rutschungen und Hochwasser.»

Standortgerechte Bäume und Sträucher

Tiefenbacher versicherte den Wald- besitzern, dass die Massnahmen für die Eigentümer kostenlos sein werden. «Sinnvoll sind die Massnahmen jedoch nur, wenn alle mitmachen», ergänzte er. Standortgerechte Bäume und Sträucher Kasper Scherrer, Fachverantwortlicher «Schutzwald» im Forstamt Thurgau, erläuterte die Kriterien für die Flächen in einem Schutzwald, welche vom NaiS (Abkürzung für: Nachhaltigkeit im Schutzwald) vorgegeben werden.

Sie sehen vor, dass sich mindestens drei Durchmesserklassen sowie alle Altersklassen im Wald befinden. Zudem sind im Wald verschiedene, standort- gerechte und stabile Baum- und Straucharten gewünscht, die Schutzfunktionen übernehmen können. «Das Ziel ist es, Stabi- litätsträger zu fördern und Gefahrenträger zu eliminieren», fasste Scherrer zusammen.

Mit den Massnahmen in Perimeter 1 soll laut Revierförster Matthias Tanner in nächster Zeit begonnen werden. «Die Anzeichnung wird nach brieflicher Ankündigung von Kasper Scherrer und Erich Tiefenbacher vorgenommen. Danach wird das Einverständnis der Grundeigentümer eingeholt», erklärte Tanner. Anschliessend vergibt das Revier AachThurSitter die Arbeit an die Unternehmer.

Auch vereinzelte kritische Stimmen

Verläuft alles nach Plan, dann werden die Arbeiten bis Ende Februar 2019 ausgeführt sein. «Wir versichern Ihnen, dass wir nicht ohne Grund einen roten Strich an einem Baum anbringen», betonte Tiefenbacher abschliessend.

Nichtsdestotrotz störte sich einer der rund 20 Veranstaltungsteilnehmer daran, dass sein Waldstück ohne sein Einverständnis als Schutzwald ausgeschieden worden ist. Ein anderer zeigte sich besorgt wegen eines Wanderweges, der durch das zu bearbeitende Waldstück verläuft.

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