Das Symphonische Blasorchester Kreuzlingen reist nach Singapur

Im Juli tritt das SBO Kreuzlingen seine bisher grösste Reise an. Geld dafür sammeln die Musiker unter anderem an ihrer Bar im Narrenkeller.

Judith Schuck
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Die Skyline von Singapur bei Nacht.

Die Skyline von Singapur bei Nacht.

(Bild: Mario Testa)

S.I.N.G.A.-Pur heisst der Spezialdrink, den die Gäste an der World Wide Bar im Narrenkeller serviert bekommen. Er besteht aus Sirup, Ingwer, Gin und Ananas – das N an dritter Stelle des Akronyms repräsentiert die Nüssli, die zum Cocktail gereicht werden. Am Freitag fand bereits die vierte World Wide Bar statt, organisiert vom Symphonischen Blasorchester Kreuzlingen.

Mit der Aktion wollen die Musiker einen Zustupf für ein grosses Vorhaben verdienen: Vom 18. bis 28. Juli reist das Orchester, also 78 Leute mit fünf Begleitpersonen, nach Singapur. Dort nimmt es am «Singapore International Band Festival» teil.

Ein Wiedersehen für viele Mitglieder

Einige Mitglieder hatten bereits 2014 das Vergnügen mit der Jugendmusik Kreuzlingen, ebenfalls unter Leitung des Dirigenten Stefan Roth, in den südostasiatischen Stadtstaat zu reisen. Christian Schärer, Mitglied der Vereinsleitung und Klarinettist, war damals schon mit dabei:

«Der Konzertsaal dort ist wirklich beeindruckend. Im ersten Moment war ich richtig baff.»
In diesem Konzertsaal in der Esplanade Concert Hall in Singapur wird auch das Symphonische Blasorchester auftreten - wie schon die Jugendmusik Kreuzlingen im Sommer 2014.

In diesem Konzertsaal in der Esplanade Concert Hall in Singapur wird auch das Symphonische Blasorchester auftreten - wie schon die Jugendmusik Kreuzlingen im Sommer 2014.

(Bild: Mario Testa)

Allein die «Esplanade Concert Hall» sei es wert, Singapur nochmals zu besuchen. Beim Musikwettbewerb spielt das SBO in der höchsten Kategorie mit.

Austausch mit anderen Orchestern

Christian Schärer, Mitglied der Vereinsleitung SBO Kreuzlingen.

Christian Schärer, Mitglied der Vereinsleitung SBO Kreuzlingen.

(Bild: PD)

Wertvoll sei auf Konzertreisen aber auch der Austausch und das Proben mit anderen Orchestern. «Singapur hat eine grosse und bekannte Blasorchesterszene», erklärt Schärer. Nach dem Wettbewerb in Singapur soll die Reise noch weiter gehen nach Hongkong, damit sich der weite Anflug auch lohnt. Dieser Plan entstand vor den dortigen Unruhen.

«Wir beobachten die Situation in Hongkong gut und stehen in Kontakt mit Leuten vor Ort»

Die anstehende Reise beschreibt er schon jetzt als das wohl grösste Highlight der Vereinsgeschichte. Für die Kosten veranschlagt der Verein 190'000 Franken. «Der Grossteil davon wird von unseren Mitgliedern selbst gestemmt.»

Die World Wide Bar, die nochmals am 28. Februar und 27. März im Narrenkeller im Haus Sallmann stattfindet, sowie andere Aktionen, sind dazu gedacht, das Orchester bei seiner Asienreise finanziell zu unterstützen. Die Bar hat ihnen bisher 3000 Franken in die Kasse gespült. Schärer: «Wir werden aber auch noch ein Crowdfunding starten.» Ausserdem könnten Lose gekauft werden, deren Hauptgewinn es ist, das Orchester auf seiner Asienreise zu begleiten.