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Das Seemuseum erhält ein neues Innenleben

Die Infrastruktur des Seemuseums in Kreuzlingen wird durch einen Umbau an die heutigen Bedürfnisse angepasst. Die Vorbereitungen sind weit fortgeschritten.
Die Bauarbeiten sollen nächstes Jahr erfolgen.
Nicole D'Orazio
Sie räumen das Café um: Carmen Wehner, Praktikantin von der Stiftung Zukunft, und Museumsleiterin Ursula Steinhauser. (Bild: Donato Caspari)

Sie räumen das Café um: Carmen Wehner, Praktikantin von der Stiftung Zukunft, und Museumsleiterin Ursula Steinhauser. (Bild: Donato Caspari)

Im Foyer des Seemuseums stehen die Tische des Cafés. Oft wird hier bei Kaffee und Kuchen verweilt. Aber eigentlich dürften die Gäste dort gar nicht sitzen. «Vom Brandschutz her müsste das ganze Foyer als Fluchtweg frei sein», sagt Museumsleiterin Ursula Steinhauser. «Dieser Zustand wird nur auf Zusehen geduldet.» Der Brandschutz ist daher mit ein Grund, warum das Seemuseum umgebaut wird. «Das Haus ist auch nicht barrierefrei, die oberen Stockwerke sind nur über eine Wendeltreppe erreichbar. Ein Verstoss gegen das Behindertengleichstellungsgesetz und eines modernen Museums nicht würdig.»

Zudem entspricht die Infrastruktur nicht den heutigen Bedürfnissen, sagt Steinhauser. «Die Wege im Haus für unsere Mitarbeiter und Ehrenamtlichen sind weit und sollen verbessert werden. Zum Beispiel gibt es bei der Cafétheke kein Wasseranschluss.» Auch die wirtschaftliche Komponente spielt beim Umbau eine wichtige Rolle: «Mit Raumvermietungen müssen wir selber Gelder erwirtschaften.»

Das Café erhält einen eigenen Raum

Die Idee eines Umbaus besteht schon länger. Bereits Steinhausers Vorgänger Walo Abegglen hatte die Notwendigkeit erkannt, jedoch im kleineren Rahmen geplant. «Als ich hier anfing, war mir sofort klar, dass ein Lift eingebaut werden muss», sagt die Museumsleiterin. «Wir haben deswegen das ganze Erdgeschoss neu geplant.»

Die heutigen Büros werden ins benachbarte Wöschhüsli verlegt und machen so dem neuen Café Platz. Dieses verfügt dann über 20 Plätze und einen separaten Eingang, womit der Raum auch ausserhalb der Öffnungszeiten des Museums vermietet werden kann. Das Foyer wird nur noch durch eine Kasse belegt. «Es wird somit auch endlich zu einem richtigen Eingangsbereich, der alle anderen Räume erschliesst. Die Treppe umgibt heute eine Verglasung. Diese wird im EG entfernt.

Ein Lift hat genau zwischen den Balken hindurch Platz

«Betreffend des Einbaus eines Lifts haben wir grosses Glück», sagt Steinhauser. «Die Balken verlaufen genau so, dass dazwischen ein Aufzug Platz hat. Da war einmal eine gute Fee am Werk.» Der Lift führt bis ins zweite Obergeschoss, für den Aufgang in die dritte Etage wird ein Treppenlift eingebaut. «Wir können den Lift nicht bis ganz oben hinauf ziehen. Er würde durch den Dachgiebel stossen, was bei einem denkmalgeschützten Gebäude nicht in Frage kommt.»

Die Planung des Umbaus haben die Architekten Ryf, Scherrer, Ruckstuhl übernommen. «Sie haben viel Erfahrung mit historischen Gebäuden und haben uns sehr gut und wohlwollend unterstützt», sagt die Museumsleiterin. Die Baubewilligung liegt mittlerweile vor. «Ich freue mich schon sehr auf die spannende Zeit des Umbaus.» Das Museum wird zwar geschlossen, doch Steinhauser plant eine Übergangslösung. «Dazu kann ich momentan noch nichts verraten. Aber bald», meint sie verheissungsvoll.

Der Gewölbekeller wird deutlich aufgewertet

Der Umbau des Seemuseums soll Anfang nächsten Jahres beginnen. Der Gewölbekeller hat erste Priorität. «Heute ist er kein idealer Ausstellungsraum. Das Licht ist schlecht. Für Veranstaltungen eignet er sich nur bedingt, weil es keine Küche gibt», sagt Leiterin Ursula Steinhauser. Das wird geändert. Es werden eine Bühne, ein kleiner Cateringbereich und ein Treppenlift eingebaut. Eine neue Beleuchtungsanlage wird ebenfalls installiert. «Wir werden dann über einen tollen Saal mit Platz für 120 bis 150 Personen verfügen.»
Bereits im Sommer soll der Keller wieder verfügbar sein und vermietet werden können. Etwas länger werden die Arbeiten im restlichen Museum dauern. «Ich rechne mit einer Umbauphase von einem halben Jahr.» Die Kosten belaufen sich auf 1,05 Millionen Franken. Die Stadt Kreuzlingen übernimmt 800000 Franken. Der Gemeinderat hat der entsprechenden Botschaft im vergangenen März zugestimmt. Die Stiftung Seemuseum muss die restlichen 250000 Franken selber aufbringen. «Wir hoffen auf grosse Unterstützung durch Spenden.»

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