Das Schlagerduo Mirendos aus Steinach besingt den Thurgau

Nach «Dä Brüeder vom Heinz» besingt das international bekannte Schlagerduo Mirendos den Thurgau. Das Musikvideo zum «Mostindienlied» wurde passend in der Mosterei Möhl aufgenommen.

Dinah Hauser
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Das Duo Mirendos René (links) und Mirella Dörflinger mit dem Komponisten Eddy Billeter in der Mosterei Möhl. (Bild: Donato Caspari)

Das Duo Mirendos René (links) und Mirella Dörflinger mit dem Komponisten Eddy Billeter in der Mosterei Möhl. (Bild: Donato Caspari)

«Mostindien ist mein Heimatland am schönen Bodensee.» So tönt das neue Lied des Schlagerduos Mirendos aus Steinach. Auf dem Fernsehsender Musig24 läuft das Musikvideo bereits. Dessen Moderator Marcello Alexander hat den Dreh im Museum der Mosterei Möhl initiiert. Normalerweise sieht man Seen und Landschaft in Musikvideos.

«Leider hatte es kaum noch Äpfel an den Bäumen und die Mosterei hat sofort zugesagt und uns gut bewirtet», sagt René Dörflinger zur Wahl des Drehortes. Er ist der eine Teil des Duos, seine Tochter Mirella der andere. Sie sagen, dass die Produktion des Videos sehr gut verlief. «Alle kamen gut vorbereitet», sagt René Dörflinger. Einziger Punkt: Mirella Dörflinger hatte eben erst ihr zweites Kind zur Welt gebracht. «Ich musste alle anderthalb Stunden meinen Sohn stillen. Das war schon noch speziell», sagt sie.

Vom «Steinacherlied» zum «Mostindienlied»

Das «Mostindienlied» hat Eddy Billeter aus Triboltingen schon vor einiger Zeit komponiert. Er musste nur noch geeignete Musiker finden, die seine Idee umsetzen. «Ein Zürcher oder Berner passt ja sowieso nicht zum Lied», sagt der 81-Jährige. Auf Musig24 hatte er dann das beliebte «Steinacherlied» von den Mirendos gehört und sie kontaktiert. Ideen für seine Kompositionen kommen dem Heimat-Fan meist nachts um drei oder vier Uhr. Wann die Idee für das Mostindienlied kam, weiss er nicht mehr so genau.

Fakt ist: «Am dritten Vers habe ich lange rumstudiert.» Dem «Thurgauerlied» möchte Eddy Billeter keine Konkurrenz machen. Im Gegenteil: «Die Stimmung ist anders. Beim Thurgauerlied wird aufgestanden und beim Mostindienlied geschunkelt.» Zurzeit lässt er es für einen Männerchor arrangieren und hat schon drei interessierte Chöre gefunden. Mit Martin Koller aus Frauenfeld greifen die Mirendos auf ihren langjährigen Produzenten zurück. «Er merkt, wie’s passt und was wir wollen», sagt René Dörflinger. So haben sie sich auch die Handorgelbegleitung live einspielen lassen.

Neues Lied mit Video im Dezember

Durchschnittlich würden die Mirendos jedes Jahr maximal drei bis vier Lieder arrangieren. «Wir machen keine halben Sachen und nehmen uns Zeit», sagen René und Mirella Dörflinger fast zeitgleich. Das nächste Stück steht bereits in den Startlöchern: Am jährlichen Benefizkonzert in der Kirche Ermatingen tragen sie ihre Version von Franz Schuberts «Ave Maria» vor. Eine Aufnahme davon liessen sie Marcello Alexander zukommen.

Der Moderator wollte ein Video dazu und hat sie prompt zu einem weiteren Dreh eingeladen. «Wie wir das genau bewerkstelligen, müssen wir noch schauen. Ich muss ja noch meinen Sohn stillen», sagt Mirella Dörflinger. Die Familie ist aber gut im Organisieren. «Wir sind einander sehr nah und besprechen, ob etwas geht oder nicht», sagt René Dörflinger. Mirellas Mutter Dolores hilft auch mit. Sie regelt die Verträge und passt auf die Kinder auf. «Sie ist die starke Hand im Hintergrund», sagt Mirella Dörflinger.

Ab 23. November ist das «Mostindienlied» auf allen Radiostationen zu hören. Die Mirendos treten am 1. Dezember am Benefizkonzert in der Ermatinger Kirche auf.

Zu den Personen

Das Schlagerduo Mirendos gibt es seit rund 15 Jahren. René Dörflinger macht schon seit über 50 Jahren Musik. Als Seine Tochter Mirella dann die Pädagogische Hochschule abgeschlossen hatte, war dies der richtige Zeitpunkt ein Duo zu gründen. Der Vater spielt Schlagzeug die Tochter Keyboard. Anfangs traten sie an Geburtstagen und privaten Festen von Bekannten auf. Im Jahr 2012 versuchten sich die beiden am Alpen Grand Prix in Meran im Südtirol und gewannen ihn sogar. Ihre Lieder werden jeden Sonntag beim Wunschkonzert auf dem Schweizer TV-Sender Musig24 gespielt. Zum 75 Jubiläum der Olma haben sie das Olma-Lied komponiert.

Der Komponist des «Mostindienlieds»Eddy Billeter veranstaltet jedes Jahr zur Adventszeit in der Kirche Ermatingen ein Benefizkonzert. Der Erlös geht jeweils an eine Organisation die Kindern in der ganzen Welt hilft. Dieses Jahr hat er Mary’s Refuge in Pakistan ausgewählt. (dh)