Das sagen die Experten zur geforderten Ampel beim Arboner Schulhaus Seegarten

Rund 100 Petitionäre fordern die Primarschulgemeinde Arbon dazu auf, beim Fussgängerübergang an der Romanshornerstrasse eine Ampel zu installieren. Experten wiederum raten davon ab, da aus ihrer Sicht eine Ampel die Kinder überfordern könnte.

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Der Fussgängerstreifen beim Primarschulhaus Seegarten.

Der Fussgängerstreifen beim Primarschulhaus Seegarten.

PD

(red) Der Fussgängerübergang mit Mittelinsel an der Romanshornerstrasse soll für Kindergarten- und Schulkinder sicherer werde. Das fordern rund einhundert Unterzeichnende einer Petition bei der Primarschulgemeinde Arbon (PSG). Konkret wird die Installation einer Ampel verlangt. Zu prüfen sei ausserdem das Anbringen der Markierung «Hinweis auf Kinder» auf der Fahrbahn vor dem Fussgängerstreifen.

Als zuständige Instanz beauftragte das Tiefbauamt des Kantons die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) mit der Erstellung eines Gutachtens, welches nun vorliegt. Die BFU beurteilt den Fussgängerübergang bei den Haltestellen Seemoosholz als «grundsätzlich in Ordnung»: Sie begrüsse den Fussgängerstreifen mit Mittelinsel an dieser Position und stelle fest, dass die notwendigen Sichtweiten eingehalten werden. Allerdings sei beim Fussweg auf der Südseite darauf zu achten, dass die Bepflanzung regelmässig zurückgeschnitten werde.

Stadt verzichtet auf Antrag für Bodenmarkierung

Die Markierung «Hinweis auf Kinder» könne «unter Berücksichtigung der Thurgauer Richtlinien und gestützt auf die gängige Praxis» nicht angebracht werden. Aus diesem Grund verzichten die Verantwortlichen seitens Stadt darauf, beim Kanton das Anbringen eines solchen Hinweises zu beantragen. Von der geforderten Ampel rät die BFU explizit ab: Kinder bis acht Jahre seien aufgrund ihrer entwicklungspsychologischen Kompetenzen bei einer Lichtsignalanlage in der Regel überfordert. Die Installation führe demnach nicht zur von den Petitionären erhofften Entschärfung.

Die BFU empfiehlt vielmehr, dass die Kinder beim Queren der Strasse begleitet werden – entweder einzeln durch ihre Eltern oder mittels «Pedibus». Dabei begleiten Erwachsene eine Gruppe von Kindern zu Fuss zur Schule. Positiv bewertet die BFU, dass die PSG bereits Anstrengungen in dieser Richtung unternehme.

Das Gutachten kann vom 3. Juli bis 2. Oktober in der Stadtkanzlei eingesehen werden.

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