Das Restaurant Sternen in Egnach öffnet nach einem vermeintlichen Wasserschaden wieder – mit neuem Pächter

Im Februar übernimmt Ismet Özgür vom «Don Camillo» in Gossau die Dorfbeiz. Wie lange er in der Oberthurgauer Gemeinde wirten kann, ist ungewiss.

Chiara Arba
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Das Restaurant Sternen neben der alten Mosterei direkt am Egnacher Bahnhof.

Das Restaurant Sternen neben der alten Mosterei direkt am Egnacher Bahnhof.

(Bild: Markus Schoch)

Als der «Sternen» diesen Herbst zu ging, sollte es nicht für immer sein. Der Pächter sagte damals auf Anfrage, es habe einen Wasserschaden gegeben, und darum habe er das Restaurant vorübergehend geschlossen. Tatsächlich ist es bis heute zu – obwohl die Webseite etwas Anderes sagt.

Im Februar gehen die Lichter in der Dorfbeiz mit Saal direkt gegenüber des Egnacher Bahnhofs wieder an, allerdings ist dann der alte Pächter nicht mehr von der Partie. Neuer Mieter mit einem unbefristeten Vertrag ist Ismet Özgür, der über 20 Jahre das Restaurant Don Camillo in Gossau führte, sagt Heinz Stübi, der Präsident der Thurella Immobilien AG, der die Liegenschaft gehört. Insbesondere in der Küche werden Erneuerungen vorgenommen und auch im ganzen Restaurant selbst werden Unterhaltsarbeiten getätigt.

Restaurant auch an einem anderen Standort denkbar

Wie es mit dem Restaurant langfristig weitergeht, ist offen. Es ist Teil eines Überbauungsprojektes auf dem Gelände des ehemaligen Mostereibetriebes, den es längst nicht mehr gibt. Der Standort für ein Restaurant auf dem Areal sei noch nicht abschliessend geplant, sagt Stübi. Klar ist, dass das Gebäude nicht abgerissen wird. Es ist denkmalgeschützt, so wie die ehemalige Mosterei gleich daneben.

Das Restaurant soll nach der Renovation dazu beitragen, das Quartier zu beleben. Doch die Beiz ist nur ein Element. Auf dem einstigen Betriebsgelände soll ein neues Dorfzentrum mit verschiedenen Nutzungen entstehen. Nebst 150 Wohnungen soll es rund 1'100 Quadratmeter Gewerbefläche geben. Die Überbauung wird öffentlich zugänglich sein und Parkmöglichkeiten bieten. Der Zentrumsplatz soll ein Treffpunkt für Jung und Alt sein und nutzbar für Feste und Märkte.

Planung läuft seit über sechs Jahren

2014 stellte die Thurella erste Pläne der Öffentlichkeit vor. Vor gut einem Jahr machten die Egnacher den Weg frei, indem sie das rund zwei Hektar grosse Gelände umzonten. Jetzt geht es darum, mit einem Gestaltungsplan den baurechtlichen Rahmen abzustecken. Die letzten offenen Fragen sollen demnächst geklärt sein.

Die Gemeinde geht davon aus, dass sie die definitive Version im Frühling erhält und nach der Genehmigung durch den Gemeinderat öffentlich auflegen kann. Danach folgen konkrete Baugesuche, so dass das Projekt ab Ende 2020 etappenweise umgesetzt werden kann. 

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Markus Schoch