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Kradolf-Schönenberg schreibt Gewinn: Das Plus hat viele Väter

Die Rechnung 2017 der politischen Gemeinde weist einen Gewinn aus. Das ist auch deshalb beruhigend, weil der Investitionsbedarf weiterhin hoch ist. In Buhwil muss eine Wasserleitung saniert werden.
Georg Stelzner
Die Wasserleitung unter der Dorfstrasse in Buhwil ist löchrig; neue Leitungen sollen den Missstand beheben. (Bild: Georg Stelzner)

Die Wasserleitung unter der Dorfstrasse in Buhwil ist löchrig; neue Leitungen sollen den Missstand beheben. (Bild: Georg Stelzner)

«Wir haben einen solchen Rechnungsabschluss erhofft, erwarten durften wir ihn aber nicht», sagt Heinz Keller. Der Gemeindepräsident von Kradolf-Schönenberg gibt zu bedenken, dass vor allem die Kosten im Sozialwesen nicht exakt zu budgetieren seien. Die Konstellation könne sich von Jahr zu Jahr ändern und zu grossen Unterschieden führen.

Die Jahresrechnung der politischen Gemeinde, erstmals nach den Richtlinien und dem Kontenplan des Harmonisierten Rechnungsmodells 2 erstellt, steht mit einem Gewinn von 267'889 Franken zu Buche. Da ein Verlust von 116'100 Franken budgetiert war, bedeutet dies eine Besserstellung um 384'000 Franken.

Die Kosten für das Sozialwesen steigen weiter

Das positive Ergebnis hat mehrere Gründe. Keller nennt den höheren Steuerertrag sowie geringere Kosten für die Sozialhilfe und die stationäre Pflegefinanzierung – dies immer im Vergleich zum Voranschlag. Eine Rolle habe auch gespielt, so Keller, dass die Gewässerverbauungen in der Investitionsrechnung aufscheinen und der Kanton noch kein grünes Licht für die gemeinsame Ortsplanungsrevision mit der Gemeinde Sulgen gegeben hat.

«Die Verschuldung wird wegen hoher Investitionen eine gewisse Belastung sein. Das gilt es, im Auge zu behalten.»
Heinz Keller Gemeindepräsident

Bei den Gemeindesteuern resultiert ein Mehrertrag gegenüber dem Jahr 2016 von rund 115'000 Franken. Die Einnahmen aus Liegenschaftssteuern bewegen sich auf dem Vorjahresniveau, die Grundstückgewinnsteuern rund 50'000 Franken darunter. Steigende Tendenz weist zum Leidwesen des Gemeinderates der Nettoaufwand für die Öffentliche Sozialhilfe auf. Im Jahr 2017 wurden für diesen Zweck 554'000 Franken ausgegeben. Dies entspricht 156 Franken pro Einwohner.

Die Nettoinvestitionen beziffert Keller mit 1,008 Mio. Franken, womit der Betrag im Budget, lautend auf 2,43 Mio. Franken, deutlich unterschritten wurde. «Wir haben einige Projekte verschoben, um zu einem späteren Zeitpunkt Synergien nutzen zu können», erklärt Keller. Der Löwenanteil, nämlich 650'000 Franken, entfiel auf Massnahmen für den Hochwasserschutz. In Gemeindestrassen wurden im Vorjahr 180'000 Franken investiert.

Der Gemeinderat wird folgende Verwendung des Gewinns beantragen: 200'000 Franken als Vorfinanzierung für die Sanierung der Buhwilerstrasse inklusive Trottoir und Brückensanierung sowie 67890 Franken als Zuweisung an das Eigenkapital, welches dadurch auf 2,219 Mio. Franken ansteigen würde.

Ausser der Rechnung figurieren auf der Traktandenliste der nächsten Gemeindeversammlung ein Sanierungsprojekt (siehe Kasten), im Bereich der Elektrizitätsversorgung die Einführung einer «Abgabe an das Gemein- wesen», fünf Einbürgerungsgesuche und diverse Ehrungen.

Wasserleitungssanierung in Buhwil

Der Gemeinderat Kradolf-Schönenberg vertritt die Meinung, dass es höchste Zeit ist für die Erneuerung der Wasserleitung im Bereich Dorfstrasse – Bötschimühle in Buhwil. Betroffen ist ein Teilstück mit einer Länge von rund 450 m. Bei den letzten Leitungsdefekten sei erneut Lochfrass, verursacht durch Korrosion, festgestellt worden. Die Gussleitungen aus den Siebzigerjahren seien dringend sanierungsbedürftig, schreibt der Gemeinderat in der Botschaft und schlägt die Ersetzung durch Kunststoffleitungen vor. Damit das Projekt realisiert werden kann, muss die Gemeindeversammlung einem Kredit von 289000 Franken zustimmen. (st)

Gemeindeversammlung:
Dienstag, 5. Juni, 20 Uhr; Mehrzweckhalle, Kradolf

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