Das neue Restaurant am Altnauer Hafen wird konkret

Das Stimmvolk hat einen Projektierungskredit für ein Gastrogebäude bei der «Krone» gutgeheissen.

Martina Eggenberger Lenz
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Das Restaurant Krone in Altnau wird zum Gästehaus umgebaut und saniert. (Bild: Donato Caspari)

Das Restaurant Krone in Altnau wird zum Gästehaus umgebaut und saniert. (Bild: Donato Caspari)

Seit bald vier Jahren macht sich der Altnauer Gemeinderat Gedanken über die Zukunft des «Kronen»-Areals. An diversen Versammlungen hat er schon über die Möglichkeiten orientiert. «Jetzt ist ein Entscheid notwendig», wie Gemeindepräsident Hans Feuz am Donnerstagabend betonte.

Pinselsanierung ist keine Option

Er machte eingangs noch einmal deutlich, dass es aus Sicht des Gremiums richtig war, 2007 die Liegenschaft zu kaufen. Wie sich aber gezeigt habe, sei die Gebäudestruktur extrem veraltet und das geschützte Gebäude stark renovationsbedürftig. Um die «Krone» einer Kernsanierung zu unterziehen, müsste die Gemeinde gegen 3,5 Millionen Franken investieren – und die Situation wäre für einen Restaurationsbetrieb trotzdem nicht ideal.

Feuz hielt fest, dass für die öffentliche Hand als Eigentümerin eine Pinselsanierung nicht in Frage komme, weil man verpflichtet sei, mindestens den Minergie-Standard zu erreichen. Also hat der Gemeinderat zwei Architekturbüros den Auftrag erteilt, eine Studie für einen Neubau auszuarbeiten.

Eingeschossiger Pavillon ersetzt das alte Gasthaus

Zum Zug kamen die Altnauer G2 Architekten und das Büro Schloss Brunnegg Kreuzlingen. Der Gemeindepräsident erklärte, dass beide über Erfahrungen mit dem Gastronomiebereich verfügen. Das Departement für Bau und Umwelt habe empfohlen, das Projekt des Büros Brunnegg weiter zu verfolgen. Der Wintergarten bei der «Krone» müsse rückgebaut werden und eine Umgebungsgestaltung her. Der Gestaltungsplan ist mittlerweile rechtskräftig.

«Dieses Projekt funktioniert»,

ist Feuz überzeugt. Um den nächsten Schritt vorzubereiten, braucht es nun eine genaue Kostenberechnung. Insgesamt 135000 Franken galt es zu bewilligen. Ohne Gegenstimme wurde die Vorlage durchgewunken.

Ebenfalls diskussionslos genehmigt wurden Kredite für Strassensanierungen und aus dem Bereich der Werke über total 700000 Franken. Auch zum Budget 2020, das mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 60 Prozent und einem Plus von knapp 20000 Franken rechnet, gab es keine Gegenstimmen.

Schule bereitet Erweiterungsbau vor

Bei der Primarschule Altnau steht demnächst eine Schulraumerweiterung an. Die Schülerzahlen haben die angepeilte 200-er Grenze erreicht und steigen weiter an. Schulpräsident Harry Lüthi-Gantenbein sagte, man brauche mindestens zwei zusätzliche Zimmer und vier neue Gruppenräume. 200000 Franken werden hierfür vorfinanziert. Das bewilligte Budget 2020 ist ausgeglichen. Der Steuerfuss muss aber von 62 auf 64 Prozent hoch. Dafür soll jener der Sek dann um 7 Prozent sinken. (meg)