Das neue Kreuzlinger Entsorgungscenter ist fast fertig

Der Bau der TIT Imhof an Maurerstrasse steht kurz vor dem Abschluss. Ab Mitte August werden hier Flaschen, Karton und anderer Abfall gesammelt.

Kurt Peter
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Die Halle in Kurzrickenbach soll in drei Monaten in Betrieb gehen.

Die Halle in Kurzrickenbach soll in drei Monaten in Betrieb gehen.

(Bild: Andrea Stalder)

Seit 2010 ist die TIT Imhof AG von Kreuzlingen, Tägerwilen, Bottighofen und der KVA Thurgau mit der Kehrichtabholung beauftragt. Am Geschäftssitz an der Maurerstrasse entsteht derzeit das neue Entsorgungscenter mit wegweisendem Konzept. «Mit dem ersten System dieser Art haben wir am Standort Stein am Rhein bereits gute Erfahrungen gemacht», erklärt Thomas Imhof, Inhaber und Geschäftsführer.

Der grosse Vorteil gegenüber dem aktuellen Annahmezentrum an der Sonnenwiesenstrasse sei die Trennung zwischen Gewerbe und Privatpersonen sowie die Möglichkeit der Einwurf-Luken für Gratis-Entsorgung. Martin Feldmann, Leiter Entsorgung-Recycling, betont:

«Private Entsorger, die mit den gängigen Produkten wie Papier, Karton, Glas, Metall oder Batterien in das Entsorgungscenter kommen, müssen nicht in die Halle fahren.»

Bequem erreichbare Einwurf-Luken seien für die Gratis-Entsorgung von aussen zugänglich. Für die meisten dieser Abfälle seien jeweils zwei Luken vorhanden, was eine effiziente und rasche Entsorgung möglich mache.

Haushaltsgeräte müssten in der Halle abgegeben werden, seien aber aufgrund der vorgezogenen Entsorgungsgebühr kostenlos. Die Anlieferung von kostenpflichtig zu entsorgenden Abfällen und sämtliche Gewerbeanlieferungen erfolge in Kreuzlingen sauber getrennt in der grosszügigen Halle, ein zügiger Verkehrsfluss sei damit gewährleistet, erklärt Martin Feldmann. Die Trennung von Gewerbe und Privat sei auch aus Sicherheitsgründen unerlässlich.

Zwei Monate Parallelbetrieb

Klare Wegleitung und Ausschilderung sorgten für zeitsparende Abläufe im Entsorgungscenter Kreuzlingen, zudem gebe es Hilfestellung und Unterstützung vom Fachpersonal vor Ort, ergänzt Feldmann. Natürlich seien auch die Öffnungszeiten klar definiert, so dass keine übermässige Lärmstörung stattfinde. Thomas Imhof erklärt im Hinblick auf die benachbarten Grossverteiler:

«Der Standort des Centers macht es möglich, Ver- und Entsorgung in einer Fahrt zu erledigen.»

Das Entsorgungscenter erhält eine Photovoltaikanlage mit eigenem Speicher, damit können alle elektrisch angetriebenen Umschlaggeräte betrieben werden. «Wir planen zudem öffentliche Ladestationen, zunächst vier, um das Bedürfnis abzuklären», sagt Thomas Imhof. Ziel sei es, das Entsorgungscenter Mitte August zu eröffnen.

«Das städtische Annahmezentrum läuft zwei Monate parallel nach dem Start des Neuen weiter», erklärt der zuständige Stadtrat Ernst Zülle. Zurzeit plane die Stadt den Umbau für die Nutzung durch den Werkhof, welcher erweitert werde. Diese Planungen seien noch nicht abgeschlossen.

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