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Das Material für die Ermatinger Stedi ist bestellt

Der Umbau und die Sanierung der Schifflände können endlich losgehen. Zwei Einsprachen verzögerten das Projekt. Die Gemeinde Ermatingen wartet nur noch auf die Bewilligung des Kantons.
Nicole D'Orazio
Blick vom Bootssteg Ost auf die Stedi in Ermatingen. In Kürze sollen beide saniert werden. (Bild: Reto Martin)

Blick vom Bootssteg Ost auf die Stedi in Ermatingen. In Kürze sollen beide saniert werden. (Bild: Reto Martin)

Die Stedi befindet sich im Winterschlaf. Doch mit der Idylle dürfte es bald vorbei sein. Die Bauarbeiten für die Sanierung der Schifflände sollten bald losgehen – endlich. «Wir hatten zwei Einsprachen gegen das Bauprojekt», sagt Martin Stuber, Gemeindepräsident von Ermatingen. Diese seien zurückgezogen worden und er erwarte vom kantonalen Departement für Bau und Umwelt demnächst die Konzession für alle Wasseranlagen und die Baubewilligung. «Der Kanton muss dafür die Vereinbarung mit den Einsprechern prüfen», sagt Stuber.

Ein Anwohner sowie zwei Auswärtige mit Landbesitz nahe des Bootsstegs Ost hatten Einsprache eingereicht. Mit dem Anwohner habe man gute Gespräche geführt und eine Lösung gefunden. Mit den Auswärtigen habe man etwas länger verhandelt, jedoch auch eine Vereinbarung getroffen, wie man den Steg Ost nutzen werde, erklärt der Gemeindepräsident.

Der tiefe Wasserstand muss genutzt werden

Stuber hofft, dass es im Februar losgeht. «Die geringe Verspätung wird man aufholen können, denke ich.» Begonnen wird mit dem Abbruch der alten Mole und dem Bau einer neuen. Das Hafenbecken wird ausgebaggert und die Stedi saniert und verbreitert. «Wir müssen mit den Arbeiten anfangen, bei denen wir auf einen tiefen Wasserstand angewiesen sind. Ab April wird der Pegel wieder steigen.»

Bis auf eine kurze Zeit soll die Stedi immer nutzbar sein, wenn auch eingeschränkt, sagt der Gemeindepräsident. Es sei eben eine Dauerbaustelle. «Die ersten Arbeiten haben wir bereits vergeben, und wir haben den Unternehmen grünes Licht gegeben, das Material zu bestellen.» Sobald die Bewilligung da sei, werde man sofort den Baubeginn festlegen. «Es wird einen kleinen Spatenstich geben.»

Jeder Schritt der Arbeiten wird publiziert

Der Gemeinde ist es wichtig, die Bevölkerung und speziell die Anwohner ständig über die Bauarbeiten auf dem Laufenden zu halten. «Wir planen ein Informationskonzept, in dem jeder Schritt publiziert wird.» Bei der Stedi werde man auch eine Informationstafel aufstellen. Stuber freut sich auf die Umsetzung und ist überzeugt, dass dies auch die Bevölkerung tut: «Die Stedi wird toll. Und es ist gut, dass die alte Mole verschwindet. Sie ist zu einem Schandfleck geworden.»

Klares Ja der Bürger

Ende Februar 2018 hat die Gemeindeversammlung Ermatingen die Sanierung und den Ausbau der Stedi, den neuen Hafen sowie die Verlängerung des Bootsstegs Ost bewilligt. 197 Bürger stimmten Ja, 14 Nein. Das Projekt kostet 6,731 Millionen Franken. Der Kanton beteiligt sich mit 600'000 Franken am Ersatz der Mole. Da der Hafen neu genutzt werden kann, wird dafür das Bojenfeld Ost aufgehoben. Im Sommer des nächsten Jahres soll die neue Stedi fertig sein.

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