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Haus Hebron in Erlen blickt auf 300-jährige Geschichte zurück

Aus diesem Anlass öffnete es seine Türen und zeigte, wo Menschen in schwierigen Lebenssituationen heute ein Zuhause finden.
Ruedi Elser erklärt die Besonderheiten des Hauses Hebron. (Bild: Ramona Riedener)

Ruedi Elser erklärt die Besonderheiten des Hauses Hebron. (Bild: Ramona Riedener)

Stattlich und immer noch aufrecht steht das 300-jährige Haus Hebron an der Hauptstrasse 46 in Erlen. Das herrschaftliche Gebäude, welches 1718 von Hans Konrad Brunschweiler erbaut wurde, beeindruckt nicht nur äusserlich, sondern auch durch seine Geschichte und sein heutiges Innenleben. Grund genug, im Jubiläumsjahr Tür und Tor für die interessierte Öffentlichkeit zu öffnen.

Kurzfristiger Verpflegungsengpass wegen Ansturm

Beinahe überrannt wurden am Samstag die Helferinnen und Helfer, die im Hof und historischen Keller für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher sorgten. «Nachschub holen», hiess es bereits kurz nach Mittag. Den kurzfristigen Verpflegungsengpass bemerkte wohl kaum jemand, denn viel spannender war, was Ulrich Vogt vom Grubenmann Museum Teufen und Ruedi Elser von der Denkmalpflege über die Vergangenheit des herrschaftlichen Anwesens zu berichten wussten. Die Führung durchs Haus zeigte, wie geschickte Architektur in historischen Mauern, originellen und heimeligen Wohnraum schafft. Ob es nun der Genialität der einstigen Baumeister zu verdanken ist, dass wir noch heute ihre geschichtsträchtigen Häuser bewundern können oder ob auch unsere Zeitgenossen Bauwerke für die Ewigkeit erschaffen, darüber sind sich die Historiker nicht einig. Die Zukunft wird es zeigen, in 200, 300 Jahren.

«Wir wollten unser Leben mit anderen teilen», war die Motivation von Ursula Zwahlen und Anita Bratschi, Gründungsmitglieder des Vereins Hebron. Nachdem der Verein 1993 die Liegenschaft an der Hauptstrasse 46 in Erlen kaufte, startete das neu renovierte Haus zwei Jahre später mit der ersten Wohngruppe. Seither finden Menschen in schwierigen Lebenssituationen in der Wohngemeinschaft Hebron ein Zuhause. Vor drei Jahren haben Ruth und Adrian Schenk die Leitung des Hauses übernommen. Inzwischen ist ihr Mann in einem anderen Berufsfeld tätig und Pflegefachfrau und Sozialarbeiterin teilt sich das Arbeitspensum von 65 Prozent mit ihren Teamkolleginnen.

Eine alternative zum alleine Wohnen

Die Wohngemeinschaft bietet Platz für vier erwachsene Personen, welche vorübergehend nicht alleine wohnen wollen oder können und individuelle Betreuung und Begleitung möchten. Daneben vermietet der Verein Zimmer an selbstständige Mieter, die eine Alternative zum alleine Wohnen suchen. «Im Moment leben hier vier Menschen zwischen 22 und 52 Jahren, darunter eine Mutter mit ihren zwei Kindern. Unser Haus eignet sich für alle, die selbstständig sind, aber eine Struktur brauchen, um den Alltag zu bewältigen», sagt Ruth Schenk. (red)

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