Das Kreuzlinger Sportnetz will professioneller werden

Andreas Schreiber wird auf Mandatsbasis für den Vorstand arbeiten. Ausserdem wurde an der Generalversammlung bekannt, dass die Durchführung der Sportlernacht vom 27. März gefährdet ist. 

Kurt Peter
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Andy Schreiber soll das Sportnetz auf Mandatsbasis professionalisieren.

Andy Schreiber soll das Sportnetz auf Mandatsbasis professionalisieren.

(Bild: Kurt Peter)

«Die Zeichen der Unsicherheit prägen auch das Sportnetz der Regio Kreuzlingen». Mit diesen Worten begrüsste Präsident Ruedi Herzog die Anwesenden anlässlich der Mitgliederversammlung am Dienstagabend im Trösch. Besonders betroffen sei die Sportlernacht. Diese soll am 27. März stattfinden, eine Entscheidung darüber sei aber noch nicht gefallen. OK-Präsident Andreas Schreiber vertröstete die Anwesenden:

«Wir erwarten die Entscheidung des Kantons über die Durchführung in den kommenden Tagen, die Sportlerehrungen könnten sonst in kleinerem Rahmen durchgeführt werden».

Auch eine Verschiebung sei noch nicht vom Tisch.

Grosses Engagement für das Hallenbad Egelsee 

In seinem Jahresbericht ging Ruedi Herzog kurz auf die Arbeit des Vorstandes ein. Das grosse Engagement sei bei der Erweiterung des Familien- und Freizeitbades Egelsee zu leisten. Im Moment sei die Baukommission an der Feinplanung, so dass nach den Sommerferien 80 Prozent der Aufträge vergeben werden könnten.

«Wir sind auf Kurs und setzen auf die Eröffnung 2022.»

Beim Projekt «Rasenspielfeld Döbeli» sollten die wesentlichen Arbeiten im Herbst abgeschlossen sein, so dass die Anlage ab 2021 zur Verfügung stehe, erklärte Ruedi Herzog.

Professionalisierung auf Mandatsbasis

Fehlende Ressourcen des Vorstandes sei die Augangslage für das Projekt «Teilprofessionalisierung», sagte Ruedi Herzog zu diesem Traktandum. Es gelte, die Sportnetz-Anlässe zu sichern und zu ergänzen. «Im Zentrum stehen die Sportlernacht und der Super-X-Kampf, aber auch die Spielstrasse», meinte er. Mittelfristig gelte es, die Regionalisierung zu stärken und das Jahresprogramm zu erweitern. Der Vorstand wolle diese Aufgaben an Andreas Schreiber auf Mandatsbasis übergeben, das Projekt sei auf zwei Jahre angedacht, mit einem maximalen Kostendach von 5000 Franken jährlich.

Die 5000 Franken für die Teilprofessionalisierung sind gedeckt

Das gebildete Vermögen mache die Teilprofessionalisireung möglich, ergänze der Präsident. In seinem Kassenbericht bestätigte dies Daniel Bollmann. Der Jahresgewinn 2019 belaufe sich auf 6362 Franken. «Wir konnten höhere Gewinne bei der Sportlernacht und in mehreren Bereichen weniger Ausgaben verbuchen». Der Fonds für Unterstützungen an Investitionsbeiträgen an die Vereine sei wieder auf 10'000 Franken aufgestockt worden. Das Vermögen belaufe sich auf fast 72'000 Franken Bei einem unveränderten Mitgliederbeitrag von 70 Franken sehe das Budget 2020 einen Gewinn von 4650 Franken vor. «Die 5000 Franken für die Teilprofessionalisierung sind also gedeckt».

Die Jahresrechnung und das Budget wurden anschliessend einstimmig genehmigt. Am 27. März soll die Sportlernacht durchgeführt werden, am 19. September die Spielstrasse. Ruedi Herzog hoffte abschliessend, dass dieses Jahr der Super-X-Kampf am 31. Oktober stattfinden könne.

Kreuzlingen: Hauptstadt des Sports

Die Grüsse des kantonalen Sportamtes überbrachte Chef Martin Leemann: «Kreuzlingen ist im Moment Taktangeberin in Sachen Sport, ja, wird immer mehr zur Hauptstadt des Sports». Dazu würden die zahlreichen Erfolge der Mannschaften und Einzelsportler beitragen, meinte er.

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