«Das ist noch nicht die Eröffnung» - zeigen können sich die neuen Räume des Kult-X am Tag der offenen Tür trotzdem

Die Räume des Kult-X im Schiesserareal sind noch nicht ganz fertig, aber schon sehenswert.

Inka Grabowsky
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Getanzt wird jeden Mittwoch im Kult-X.

Getanzt wird jeden Mittwoch im Kult-X.

Bild: Inka Grabowsky

Zwischen zwei Fahrten des Stadtbusses ziehen Kinder in einer Parade mit Spielzeug zum neuen Standort ihrer Ludothek im früheren Fabrikladen von Schiesser. Streetdancer der Musikschule begleiten sie und sorgen für Aufmerksamkeit. «Das ist noch nicht die Eröffnung», mahnt im Kult-X die Geschäftsführerin Christine Forster.

«Die kommt am 22. Oktober. Gestern um Mitternacht haben wir zwar die letzten Malerarbeiten im Raum abgeschlossen, aber die Küche ist noch eine Baustelle. In den nächsten Wochen ist noch einiges zu tun.»

Streetdancer sind schon zu Hause

Während sich die Kinder noch gedulden müssen, sind die Streetdancer längst zu Hause im Kult-X. Jeden Mittwoch trainieren sie im Bewegungsraum im Obergeschoss vor der Spiegelwand. «An der Musikschule haben wir zu wenig Platz», sagt Julia Kimoto, Leiterin der Breakdance-Kurse und der Street Show Crew. «Und ich finde es grossartig, dass es hier so unterschiedliche Künstler und Kunstformen gibt.»

Die Vielfalt ist es, die Jean Grädel motiviert hat, das Amt des Präsidenten des Trägervereins zu übernehmen. «Vor zehn Jahren habe ich im Auftrag der Stadt herausgefunden, dass uns ein Zentrum fehlt, in dem man sich generationenübergreifend treffen kann. Nun wollen wir beweisen, dass der Betrieb dieses Zentrums tatsächlich möglich ist.»

Noch hundert Anlässe dieses Jahr

Das Kult-X habe hundert Veranstaltungen noch für dieses Jahr geplant. Das Programm für 2021 sei in Arbeit. Eine Aufgabe von Grädel ist es, für die Organisation zu sorgen. Dazu gehören die Leistungsvereinbarung mit der Stadt und Pflichtenhefte für die Mitglieder – also den Institutionen, die die Räume regelmässig bespielen.

«Keiner soll sich benachteiligt fühlen, aber jeder soll etwas bieten. Bisher hat das Betriebsbüro alles in Vorleistung gemacht. Die arbeiten Tag und Nacht. Ich muss grad aufpassen, dass man die Freiwilligen nicht ausnutzt.»

Fixe Bewilligung fehlt noch

Stadträtin Dorena Raggenbass überzeugte sich vom Fortschritt des Pilotprojekts. «Wir haben einen Meilenstein erreicht», sagt sie zufrieden. Nun könne man überlegen, wie die Zukunft aussieht. «Betrieblich läuft alles gut, finanziell könnte es besser gehen. Und baulich sehen wir, was man wann und wo machen kann.»

Die Pilotphase endet, sobald der Kreuzlinger Gemeinderat das Kult-X endgültig bewilligt. Eigentlich hätte das im Sommer passieren sollen, durch die Pandemie wird es nun wahrscheinlich März bis zur Entscheidung. «Die vielen Menschen, die heute hier waren, ermutigen uns», sagt Christine Forster erfreut.

«Das Kult-X kommt in der Bevölkerung offensichtlich an. Deshalb hoffe ich schon auf eine fixe Bewilligung.»