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Frasnachter Familienunternehmen feiert Jubiläum

Als Familienunternehmen mit einem Wertefundament hat der Stanzautomatenhersteller Bruderer vielen Stürmen getrotzt und manch anderen Konzern überlebt. Die Firma feiert dieses Jahr ihr 75-Jahr-Jubiläum.
Max Eichenberger
VL-Präsident Adrian Bruderer, CEO Andreas Fischer und GL-Mitglied Reto Bruderer. (Bild: Max Eichenberger)

VL-Präsident Adrian Bruderer, CEO Andreas Fischer und GL-Mitglied Reto Bruderer. (Bild: Max Eichenberger)

Violette und hellblaue Spots erleuchten den Steg zum Fabrikgelände. Die Bruderer-Gebäude umgibt ein grüner Park. Die Industriezone im Frasnachter Hasenwinkel hatte das Familienunternehmen 1968 begründet. An der Bildstockstrasse in Arbon war es aber zu eng geworden. Heute beschäftigt der Stanzautomatenhersteller, der 95 Prozent exportiert, 370 Personen am Standort Frasnacht. Weltweit sind es mit den Tochtergesellschaften, welche die Kundennähe und damit wesentlich den Geschäftserfolg sicherstellen, gegen 500 Beschäftigte. Im Soge von Bruderer dislozierten später auch Forster und Arbonia in den Hasenwinkel.

«Langfristiges Denken und soziale Verantwortung»

Das Familienunternehmen, das als nicht börsenkotiertes KMU keine Kennzahlen herausgibt, feiert diese Woche sein 75-Jahr-Jubiläum. Mit 600 Kunden, Lieferanten und Vertretern von Verbänden, die seit Dienstag gestaffelt die Firma besichtigen. Patron und Verwaltungsratspräsident Adrian Bruderer, heute 74, ist seit 1969 im Betrieb. Vater Egon hatte die Firma einst in Egnach gegründet. Mit dem 37-jährigen Reto Bruderer ist bereits die dritte Generation in der Geschäftsleitung und im Verwaltungsrat vertreten. Sie stehen für Kontinuität.

«Langfristiges Denken und soziale Verantwortung für die Region prägen solche Familienunternehmen», sagt auch Andreas Fischer, seit elf Jahren CEO. Der 61-Jährige hat in seiner Karriere stets international aufgestellte KMU’s geführt. «Das Denken ist radikal anders als bei börsenkotierten Unternehmen. Die Hierarchien sind bei einem kooperativen Führungsstil mit direkter Einflussnahme flacher, die Entscheidungswege kürzer.» Inhaber-geführte Betriebe mit einem eigenen Wertesystem könnten so agiler funktionieren – im Gegensatz zu grossen Konzernen, ist Fischer überzeugt.

Flexibles Arbeitszeitmodell gleicht Dellen aus

Konstanz und Kontinuität seien weitere Merkmale, was den Stanzautomatenmarkt, der regelmässigen Schwankungen unterworfen ist, vor voreiligen Hüst-und-Hott-Entscheiden bewahrt. Absatzdellen werden über das flexible Arbeitszeitmodell ausgeglichen. Damit wurde auf das kritische Jahr 2009 reagiert. Das schafft Puffer, wie zum Beispiel Lohnarbeiten für Dritte. Sichere Arbeitsplätze sind ein Credo von Adrian Bruderer. Der für Arbon wichtigen Firma geht es sehr gut, auch weil dem Fachwissen im Betrieb Sorge getragen und der eigenen Berufsbildung – bei derzeit 28 Lehrlingen - ein hoher Stellenwert beigemessen wird. Das spiegelt sich in der niedrigen Personalfluktuation.

«Wir sind voll ausgelastet. Ebenso sind die Perspektiven gut», sagt der Patron. Auch mit dem technologischen Wandel seien in Zukunft mindestens so viele Stanzteile gefragt, zu deren Herstellung Kunden Maschinen aus Frasnacht brauchen. Klar, dass auch Bruderer selber «mehrere Millionen jedes Jahr» in den Maschinenpark und die Infrastruktur investiert. Die Kunden sind hin und weg: «Durch ihr Feedback werden wir bestärkt, in welcher wunderbaren Ecke wir hier leben und arbeiten», resümiert Fischer. Worauf Bruderer ergänzt: «Nur die Steuern könnten noch etwas tiefer sein.»

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