Das gibt zu reden: Weinfelder Katholiken wollen ihre Kirche einer Schönheits-OP unterziehen

Am Mittwochabend hat sich die katholische Kirchgemeinde Weinfelden zur Versammlung getroffen. Hauptpunkt war die Präsentation der Pläne zur Innenrenovation der Kirche. Die Rechnung wurde diskussionslos genehmigt.

Monika Wick
Drucken
Teilen
Die Stimmbürger an der Kirchgemeindeversammlung.

Die Stimmbürger an der Kirchgemeindeversammlung.

Bild: Monika Wick

Obwohl die Traktandenliste zur Jahresversammlung der Katholischen Kirchgemeinde Weinfelden nur drei Traktanden aufweist, dauert der Anlass beinahe zweieinhalb Stunden. Grund dafür sind die vielen Informationen, welche die Kirchenvorsteherschaft für die anwesenden 54 Stimmbürger bereit hält.

Roger Häfner-Neubauer, Präsident Kirchgemeinde

Roger Häfner-Neubauer, Präsident Kirchgemeinde

Bild: Monika Wick

Am zeitintensivsten entpuppt sich die geplante Innenrenovation der Kirche. «Das Thema beschäftigt uns schon länger. Es verlangt grossen Respekt und Sorgfalt», erklärt Roger Häfner-Neubauer. «Es ist uns wichtig, dass Sie in den Prozess eingebunden werden», fügt der Präsident der Kirchgemeinde hinzu.

Verschiedene Redner erläutern den Umfang der Innenrenovation, die die Reinigung der Kirche, die Konservation an Altären und Figurenwerk, die Brandschutzmassnahmen an den Seitentüren und etliche weitere Punkte enthält. Wie die Kirche dereinst gestaltet sein könnte, präsentiert der Zürcher Künstler und Innenarchitekt Frédéric Dedelley.

«Mir ist es wichtig, die optimale Balance zwischen Bestehendem und Modernem zu finden.»

Die Gesamtkosten für die Renovation schätzt die Behörde auf rund 2,1 Millionen Franken.

Anfang nächsten Jahres wird den Stimmbürgern der Kredit für das Projekt an einer aussergewöhnlichen Kirchgemeindeversammlung unterbreitet. Die Ausführung ist für den Herbst 2021 geplant. Zuvor steht aber die Renovation der Küche des Pfarreizentrums an.

«Durch den Umbau können die Hygienevorschriften wieder eingehalten werden», erklärt Vizepräsident und Baukommissär Martin Beck. Über das Kreditbegehren – die Kostenermittlung läuft – können die Stimmberechtigten an der Budgetgemeinde 2021 befinden.

Im Weiteren informiert Häfner darüber, dass Gemeindeleiter Armin Ruf in Rücksprache mit dem Bischof per 1. August eine unbefristete Anstellung erhielt. «Wir schätzen die Zusammenarbeit mit Armin Ruf sehr», erklärt er.

Überschuss von 230'000 Franken

Besser als erwartet

Die von Kirchenpfleger Martin Lüthy präsentierte Rechnung schliesst mit einem Überschuss von rund 230'000 Franken. Budgetiert war ein Defizit von rund 8'000 Franken. Hauptgrund für die Besserstellung von rund einer Viertel Million Franken sind deutlich höhere Steuereinnahmen. Die Rechnung wurde von den Stimmbürgern diskussionslos genehmigt.

Mehr zum Thema