Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Das Weinfelder Gemeindeparlament vollendet ein Generationenwerk

Im Rathaussaal entbrannte am Donnerstagabend erneut die Diskussion um Ladestationen und invasive Neophyten. Änderungsanträge wurden jedoch abgelehnt und das neue Baureglement verabschiedet.
Flavio Di Nicola
Die Ratsrechte lehnt zusätzliche Änderungen des Baureglements ab – so auch die neue Präsidentin Elsi Bärlocher. (Bild: Flavio Di Nicola)

Die Ratsrechte lehnt zusätzliche Änderungen des Baureglements ab – so auch die neue Präsidentin Elsi Bärlocher. (Bild: Flavio Di Nicola)

Neben der Neukonstituierung des Weinfelder Gemeindeparlaments standen am Donnerstagabend noch weitere Geschäfte auf der Traktandenliste. Der scheidende Präsident Martin Brenner eröffnete die Sitzung und bedankte sich für die gemachten Erfahrungen im vergangenen Jahr. Nach der Wahl der neuen Parlamentspräsidentin Elsi Bärocher (SVP) trat er zurück ins Glied seiner Kollegen.

Die Einbürgerungen von fünf Weinfelderinnen und Weinfeldern verliefen zügig und nach kurzem Auszählen der Stimmen war klar, dass Elsi Bärlocher als erste Amtshandlung die Antragstellenden beglückwünschen dufte. Sie rief die Anwesenden dazu auf: «Freuen Sie sich über ihre neuen Rechte aber nehmen Sie auch Ihre Pflichten wahr!»

Geschäftsbericht und Jahresrechnung genehmigt

Der Geschäftsbericht und die Jahresrechnung 2017 (siehe Kasten) waren Dank der detaillierten Arbeit der vorberatenden Kommission schnell abgehandelt. Das Parlament nahm die von Kommissionspräsident Simon Wolfer (CVP) vorgetragenen Punkte zur Kenntnis und genehmigte den Geschäftsbericht sowie die vorgeschlagene Gewinnverwendung einstimmig. Eine Anfrage, ob eine Veräusserung der Parkplätze an der Schützenstrasse denkbar sei, beantwortete Gemeindepräsident Max Vögeli: «Es ist fahrlässig, wenn wir die Parzelle jetzt verkaufen würden. Es macht Sinn, das Stück Land an dieser Lage zu behalten, bis klar ist, wie die Pläne der SBB für die nächsten Jahre aussehen.»

Bei der zweiten Lesung der Totalrevision des Zonenplans und des Baureglements schärften die Parlamentarier von links bis rechts nochmals ihre Argumente. Obwohl das Gros des Reglements unbestritten blieb, gaben mögliche Ladestationen für Elektroautos und invasive Neophyten erneut zu diskutieren. Claudia Bieg (SP) stellte erneut den Antrag, dass bei Neubauten und Renovationen von Mehrfamilienhäusern zwingend Vorbereitungen für eine spätere Erstellung von Ladestationen für Elektroautos vorzunehmen seien. «Eine langfristige Planung verhindert Kosten für eine künftige Nachrüstung», begründet Bieg ihren Antrag.

Fremde Pflanzen werden nicht verboten

Einen Schlagabtausch lieferten sich die Parlamentarierinnen und Parlamentarier zum Thema Bepflanzung. Marianne Scherrer (EVP) lancierte die Diskussion mit dem Antrag, dass nicht nur «vorzugsweise» einheimische Pflanzen für die Bepflanzung genutzt werden müssen, sondern «ausschliesslich». Auch Kathrin Alder (GP) stellte den an der letzten Sitzung bereits eingebrachten Antrag erneut, dass im neuen Reglement invasive Neophyten explizit verboten werden müssten. Manuel Strupler (SVP) hielt dagegen, dass eine Kontrolle sehr schwierig umzusetzen sei. Marcel Tanner (FDP) äusserte sich dazu: «Bezüglich invasiver Neophyten gilt grundsätzlich die Freisetzungsverordnung des Kantons.»

Sowohl der Antrag für Ladestationen wie auch derjenige gegen invasive Neophyten wurde abgelehnt. Mit der Schlussabstimmung wurde das revidierte Baureglement definitiv angenommen. Simon Wolfer, in der Rolle des Kommissionspräsidenten, bedankte sich bei Amtschef Martin Belz für die «gute Zusammenarbeit in der Erarbeitung dieses Generationenwerks.»

1,7 Millionen über Budget

Die Jahresrechnung 2017 der politischen Gemeinde Weinfelden schliesst mit einem Überschuss von 508000 Franken. Budgetiert war ein Verlust von über 1,2 Millionen Franken. Deutliche Kostenreduktionen von rund 860000 Franken und zusätzliche Steuereinnahmen haben zur grossen Abweichung ins Plus geführt. Der Überschuss wird dem Eigenkapital von Weinfelden zugewiesen. Die Nettoinvestitionen lagen im vergangenen Jahr bei 3,3 Millionen Franken.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.