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«Das Feuer kam wieder zurück», sagt der Obergugger der Amriswiler Marktplatzpfuuser

An der Hauptversammlung wählen die Marktplatzpfuuser ihren langjährigen Obergugger Reto Sturzenegger zum Ehrenmitglied. Dieser ist voller Elan und denkt nicht mehr an Rücktritt.
Manuel Nagel
Reto Sturzenegger, Obergugger der Marktplatzpfuuser, bekommt von Präsident Samuel Svec eine Urkunde in Form einer goldenen Schallplatte, die ihn als Ehrenmitglied der Pfuuser auszeichnet. (Bild: Manuel Nagel)

Reto Sturzenegger, Obergugger der Marktplatzpfuuser, bekommt von Präsident Samuel Svec eine Urkunde in Form einer goldenen Schallplatte, die ihn als Ehrenmitglied der Pfuuser auszeichnet. (Bild: Manuel Nagel)

Es war sozusagen ein Angriff aus dem Hinterhalt, den Samuel Svec geplant hatte. Als der Präsident der Marktplatzpfuuser gegen Ende der Hauptversammlung aufstand und Zahlen zusammenzurechnen begann, da sass Vorstandskollege Reto «Sturzi» Sturzenegger noch nichts ahnend zu Svec’ Linken auf einem Stuhl in der Pfauenbar, dem inoffiziellen Vereinslokal der Guggenmusik.

Natürlich begriff Sturzenegger anhand der Zahlen schnell, dass es sich bei der Person, die 2003 zu den Pfuusern dazugestossen sei, um ihn selber handeln musste. Seit rund 13 Jahren schwingt er nun als Obergugger bereits den Taktstock, und in dieser Zeit habe «Sturzi» Tausende von Stunden für die Pfuuser aufgewendet, sagte Svec.

Überrascht und gerührt

Etwa 400 Stunden brauchte Reto Sturzenegger, um all die Musikstücke zu schreiben, schätzte Svec. Weitere 300 Stunden seien für all die gemeinsamen Proben zusammengekommen, 100 Stunden Vorstandssitzungen, über 1500 Stunden auf Tour, wo der Obergugger immer zum Rechten geschaut habe und so weiter.

«Es ist erschreckend, wenn man das alles zusammenrechnet»

sagte Sturzenegger, bevor die anwesenden 32 Pfuuser aufstanden sind und ihn per Akklamation zum Ehrenmitglied der Guggenmusik gewählt haben.

Der Geehrte war sichtlich überrascht und gerührt. «Ich habe von nichts gewusst», sagte er, als ihm Samuel Svec als Ehrenmitgliedsurkunde symbolisch eine goldene Schallplatte überreichte.

Sturzenegger erzählte freimütig, dass er vor ein paar Jahren mit dem Gedanken gespielt hatte, den Taktstock jemand anderem zu geben. «Aber in den letzten zwei Jahren ist das Feuer wieder zurückgekommen. Ich bin weiterhin sehr gerne euer Obergugger», sagte er und dankte auch seiner Frau Myriam – ebenfalls Mitglied der Pfuuser – dass sie ihm jeweils den Rücken stärke.

Viele Projekte in Aussicht

Es war der glanzvolle Schlusspunkt einer zu Beginn rasanten Versammlung. Doch als das Budget besprochen wurde, da gaben die kommenden Projekte doch einiges an Diskussionsstoff her.

Dringendste Anschaffung seien vier Sousaphone, die zusammen rund 15000 Franken kosten würden, sagte Kassier Christian Mayer. Ausserdem steht auch noch ein Instrument bestehend aus einer Lyra und einem Marimbafon auf dem Wunschzettel der Pfuuser.

«Wir wollen innovativ sein und auch Neues ausprobieren»

sagte Pfuuser-Präsident Samuel Svec.

Als schliesslich drittes Projekt fassten die Pfuuser einen eigenen Anhänger ins Auge, der nicht nur für einen sicheren Instrumententransport gedacht sei, wie ein Mitglied bemerkte: «Viele von uns haben schon zur anderen Guggenmusik der Stadt hinüber geschielt, wenn sie ihre feuchten Gwändli im beheizbaren Anhänger getrocknet haben.»

Zu Gast war an dieser Hauptversammlung am letzten Freitag auch Lorenz Schnyder. Er ist Regionenleiter des Hefari, des Fasnachtsverbandes Schweiz. «Schön, dass ihr nun auch Mitglied unseres Verbandes seid», sagte Schnyder und überbrachte Grussworte des Hefari.

Hinweis
www.pfuuser.ch

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