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Das EWR-Nein war für ihn ein Glücksfall: Reto Kropf führt seit 20 Jahren in dritter Generation das Restaurant Winzelnberg in Steinebrunn

Der Wirt war schon Gastgeber des Jahres und will weiter an der Erfolgsgeschichte schreiben. Im nächsten Jahr will er mehr Platz für grosse Gesellschaften schaffen.
Markus Schoch
Reto Kropf vor dem Riegelhaus mit Blumenschmuck, wo er seit 20 Jahren am Herd steht. (Bild: Markus Schoch)

Reto Kropf vor dem Riegelhaus mit Blumenschmuck, wo er seit 20 Jahren am Herd steht. (Bild: Markus Schoch)

Hätten die Schweizer vor 27 Jahren nicht Nein gesagt zum EWR, stände Reto Kropf heute nicht in der Küche des Restaurant Winzelnberg. Denn der gelernte Metzger wollte sich damals in Deutschland weiter bilden. Mit dem Entscheid der Eidgenossen zum Alleingang gingen für ihn die Türen im Nachbarland zu. Kropf musste sich beruflich neu orientieren und lernte Koch.

«Es war der beste Entscheid in meinem Leben.»

1999 übernahm der damals 28-Jährige in dritter Generation den elterlichen Betrieb in Steinebrunn, der durch seinen Grossvater Karl Brühlmann 1952 in die Familie gekommen war. Das Haus hat eine lange Geschichte. Das Bistum Konstanz baute es vor über 400 Jahren als Sitz für die hohe Gerichtsbarkeit.

Fleisch von Freilandschweinen ist ein Hit

Reto Kropf machte in der Vergangenheit vieles richtig. Er führte auf Wunsch der Gäste eine Metzgete ein, macht Spezialitäten-Wochen und serviert im Winter Fondue Chinoise à discrétion. Seit zwei Jahren tischt Kropf ausserdem das Fleisch von Freilandschweinen auf, die sein Cousin Markus Brühlmann in der Nähe hält.

«Wir verwerten von Schnörli bis zum Schwänzli alles.»

Bei den Gästen kommen Plätzli und Co. aus Steinebrunn sehr gut an. «Sie sind ein Renner», sagt Kropf.

Das Fleisch der Freilandschweine ist eine begehrte Delikatesse. (Bild: PD)

Das Fleisch der Freilandschweine ist eine begehrte Delikatesse. (Bild: PD)

Bereits 2007 verlieh ihm der Gastroführer Guide Bleu den Titel des «Gastgeber des Jahres». Zehn Jahre später machte er das Rennen bei der SRF-Sendung «Mini Beiz, dini Beiz.» «Es läuft sehr gut», sagt Kropf.

Dank an die treue Kundschaft

Zu verdanken habe er den Erfolg auch seinem Team mit teils langjährigen Mitarbeitern. «Ohne sie wären wir nicht da, wo wir heute sind.» Das gleiche gelte für seine treue Kundschaft. Ihr will er etwas zurück geben und bietet im August ein Drei-Gang-Menu für 20 Franken an.

Und die Erfolgsgeschichte soll weiter gehen. So will Kropf im nächsten Jahr den Saal im ersten Stock erweitern, so dass er 70 Personen Platz bietet und ihm mehr Spielraum gibt.

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