Das Ende eines Ermatinger Wahrzeichens

Die sechs Pappeln im Ermatinger Horn werden in den kommen Tagen gefällt. Trotz grosser Wehmut, ihr Ende ist besiegelt. Doch die neuen Bäume sind bereits gepflanzt.

Urs Brüschweiler
Merken
Drucken
Teilen
Die sechs Pappeln werden fallen. (Bild: Donato Caspari)

Die sechs Pappeln werden fallen. (Bild: Donato Caspari)

Der Helikopter wird kommen. Wenn nicht diese Woche, dann nächste Woche, je nach Wetter. Aber dass die sechs Pappeln im Ermatinger Horn in Bälde gefällt und dann auf dem Luftweg abtransportiert werden, ist Gewissheit. Das sei schon lange klar, sagt Gemeindepräsident Martin Stuber. Die Bäume seien teilweise krank und ihre Wurzeln beschädigten die Ufermauer.

Martin StuberGemeindepräsident ErmatingenBild: (Donato Caspari)

Martin Stuber
Gemeindepräsident Ermatingen
Bild: (Donato Caspari)

Grösstmögliche Pappeln aus der Baumschule

Schon vor einigen Jahren wollte die Gemeinde die markanten Pappeln direkt am Ufer des Untersees fällen. Schon damals habe es einen grossen Sturm der Entrüstung gegeben, erinnert sich der Gemeindepräsident. Man habe sich dann dafür entschieden, für jeden Baum vorsorglich einen Neuen zu pflanzen. Die neue Pappel-Generation steht also schon bereit, einige Meter weiter im Landesinnern. Jeweils ein junger Baum für einen der Alten. «Wir hatten sie extra schon so gross wie möglich gekauft», erzählt Martin Stuber. «Sie waren da schon so gross, dass man sie gerade noch aus der Baumschule hinausbringen konnte.» In den letzten Jahren sind sie gut angewachsen, brauchen aber nun mehr Platz. Sie stehen in Konkurrenz zu den alten Bäumen. «Sie fangen sonst an, krumm zu wachsen», sagt der Gemeindepräsident. Das habe der Förster so bestätigt. «Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, die Alten wegzunehmen, samt der Wurzelstöcke.» Damit die Neuen sich gut entwickeln können.

Das vertraute Bild kehrt wieder

Weil die jungen Pappeln schon relativ gross sind, wird die Übergangszeit, bis das bekannte Landschaftsbild wieder dasselbe ist, kleiner. «Das war die Absicht dahinter», erklärt Stuber. Denn:

Dass die Pappeln zum vertrauten Ortsbild gehören, gar als Wahrzeichen des Fischerdorfs gelten, ist völlig unumstritten.
Die Baumreihe gehört zum vertrauten Ortsbild Ermatingens. (Bild: Donato Caspari)

Die Baumreihe gehört zum vertrauten Ortsbild Ermatingens. (Bild: Donato Caspari)