Das Ehepaar Schär hört im Schuhhaus Haberer in Kreuzlingen auf und freut sich über die Nachfolgelösung

Die Besitzer des Schuhgeschäfts Haberer gehen in Pension. Mit der Nachfolgelösung, der Zubischuhe, ist das Ehepaar Schär aber mehr als zufrieden.

Annika Wepfer
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Rosmarie und Ralph Schär im Schuhhaus Haberer. (Bild: Donato Caspari)

Rosmarie und Ralph Schär im Schuhhaus Haberer. (Bild: Donato Caspari)

1919, also vor fast vor hundert Jahren, wurde das Schuhhaus Haberer in Kreuzlingen am Boulevard gegründet. 1996 – vor 23 Jahren – übernahmen Rosmarie und Ralph Schär das Geschäft und bis heute führen sie es erfolgreich. «Wir hatten eine sehr schöne und angenehme Zeit», sagt Ralph Schär.

Ende Januar werden die beiden «traurig, aber auch glücklich» das Berufsleben hinter sich lassen und in Pension gehen. «Am meisten Mühe habe ich damit, keinen Kundenkontakt mehr haben zu können», sagt Rosmarie Schär. Sie freue sich aber, mehr Zeit für anderes zu haben, wie beispielsweise Hobbys, Freunde oder auch einmal Tanzen zu gehen mit ihrem Mann. Die beiden wirken sehr harmonisch und sind ein eingespieltes Team.

Nachfolge geglückt

Rosmarie und Ralph Schär kommen der Pensionierung immer näher. Darum suchten sie in den letzten Jahren eine Nachfolgelösung. Mit Thomas Zuberbühler, Geschäftsführer und Eigentümer der zubischuhe.ch AG hätten sie eine tolle Lösung gefunden. Ihr letzter Wunsch sei, dass Zubischuhe erfolgreich werde und die Kreuzlinger realisieren welches Risiko die Firma eingeht, ein Schuhgeschäft nahe der Grenze weiterzuführen. (anw)

«Das Berufsleben und das private Leben gemischt zu haben, war nicht immer ganz einfach», erzählt Ralph Schär. «Wir konnten meistens Zuhause nicht abschalten. Sogar unsere Kinder sagten uns einmal beim Zmittag, wir sollten über etwas anderes reden als die Arbeit. Der Vorteil war aber, dass wir Dinge auch schön daheim mit einem Glas Wein besprechen konnten.»

Rosmarie Schär ist vor allem für den Verkauf im Schuh Haberer in Kreuzlingen zuständig. Sie wird darum auch «Miss Haberer» genannt. Ralph Schär schaue mehr zu den Aussengeschäften in Romanshorn und im Seepark in Kreuzlingen. «Es ist schon hart, wenn etwas aufhört, das man so gerne getan hat. Und das zudem sechs Tage die Woche», sagt er.

Fast nur Glück mit den Kunden

Für Schuh Haberer waren zufriedene und glückliche Kunden fast alltäglich. Natürlich gäbe es auch immer solche, die man nicht zufriedenstellen könne. Die Philosophie war es schon immer: «Begründete Reklamationen eines Kunden werden von uns bearbeitet und angeschaut, bis der Kunde letztlich zufrieden ist. Wir nehmen die Kunden und ihre Anliegen sehr ernst.»

Alte Kataloge und Werbungen der Schuh Haberer AG. (Bild: Donato Caspari)

Alte Kataloge und Werbungen der Schuh Haberer AG. (Bild: Donato Caspari)

Der Umbau war ein Höhepunkt

Leider mussten die Mitarbeiter des Geschäftes nahe der Grenze auch die Erfahrung machen, dass einige Kunden zu ihnen in den Laden kamen, alle Angaben eines Schuhs holten, ihn dann aber in Konstanz oder online für einen billigeren Preis kauften. «Wir mussten unsere Mitarbeiter danach wieder ein wenig motivieren, da das für sie sehr schwer war», sagt Rosmarie Schär.

2008 wurde das Geschäft von Hinten bis Vorne umgebaut. Schärs durften den Laden nach Lust und Laune einrichten und sich darin breitmachen. «Der Umbau war sicher ein Highlight in den 23 Jahren.» Positiv zeigt sich auch, dass Schärs langjährige Mitarbeiter haben. Auch viele Lehrlinge würden nach ihrer Lehre im Schuhgeschäft bleiben. «Sehr wichtig ist es uns, einen Dank an unsere treue Kundschaft zu richten. Wir haben von einer Stammkundschaft gelebt, die unsere Angebote zu schätzen wusste.»