Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Das blanke Entsetzen: Nachtschicht in der Tägerwiler Unheilklinik

Am Samstag erwachten in der Konstanzerstrasse verschiedene Horrorfiguren zum Leben. Zum vierten Mal konnten die Gäste sich im Rahmen der «Dark Nights» ihren Albträumen stellen.
Viviane Vogel
Schaurige Fratzen warten auf ihre Opfer. (Bild: PD)

Schaurige Fratzen warten auf ihre Opfer. (Bild: PD)

«Wir brauchen sechs Liter Blut von Ihnen», informiert die strenge Krankenschwester und führt den Patienten zu einem Vorhang. «Du musst ihnen helfen», fleht ein Geist, den scheinbar nur der Besucher sieht. Mit den Stimmen links und rechts wird man in einen Raum eingelassen. «Der Doktor empfängt Sie gleich», säuselt die nächste Krankenschwester ihrem Opfer ins Ohr, während sie ihm die Zwangsjacke anzieht. Auf einem Rollstuhl wird man durch den nächsten Vorhang geschoben, hinter welchem furchtbare, entstellte Figuren lauern. Sie sprechen den Patienten an und kichern wie im Delirium, während ein abgetrennter Fuss von der Decke baumelt.

«Wir können das besser als im Europapark»

Da kriegen die Besucher das fürchten. (Bild: PD)

Da kriegen die Besucher das fürchten. (Bild: PD)

Zum vierten Mal kann man sich in Tägerwilen an einer der drei «Dark Nights» in Angst und Schrecken versetzen lassen. «Die Idee fing vor vier Jahren ganz klein in einer Garage an», erzählt Organisationsleiterin Laura Razzino. «Nach einem Besuch der «Horror Nights» im Europa Park waren die Initiatoren Eveline, Mathias, Thomas, Sabrina, Marco und Tyler eher enttäuscht.» Die Freunde – sie möchten ihre Nachnamen geheim halten – fanden, sie könnten das besser und veranstalteten kurzerhand ihre eigene Horrorshow. Durch Bekannte kamen sie etwas später an die Halle an der Konstanzerstrasse, wo der Anlass auch dieses Jahr wieder veranstaltet wird. Aus der Gruppe von Freunden ist unterdessen ein Verein entstanden. Die «Dark Nights» seien schon auf viele positiven Rückmeldungen gestossen. «Besucher sagen uns immer wieder, wie schrecklich sie die Scare-Zone fanden», berichtet Razzino. Da es sich um eine Schreckenszone handelt, sei das als grosses Kompliment zu werten. So werde der Anlass auch zusehends grösser, obwohl nicht gewinnorientiert gearbeitet wird.

Rollstühle und Zwangsjacken sind Utensilien, welche die Besucher der «Dark Nights» nur allzu gut kennen lernen. (Bild: PD)

Rollstühle und Zwangsjacken sind Utensilien, welche die Besucher der «Dark Nights» nur allzu gut kennen lernen. (Bild: PD)

Untote machen sich nichts aus Geld

«Vergangenen Samstag konnten wir rund 85 Gäste gleichzeitig unterhalten.» Ob die Idee wachsen wird, steht noch in den Sternen. «Solche Horror-Shows müssen gut durchdacht werden. Wir bräuchten mehr Sponsoren und könnten wohl auch nicht mehr Tickets gratis vergeben.» Kommenden Samstag ist die letzte Horror-Show für dieses Jahr. Vorerst empfängt einen der sadistische Monsterdoktor noch gratis.

www.after-dark.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.