Das Bischofszeller Repair-Café ist eine Erfolgsgeschichte

Zum fünften Mal hat in der Aula Sandbänkli ein Repair-Café stattgefunden. Zehn Fachleute stellten ihr Geschick unter Beweis und reparierten 63 Gegenstände. Die Erfolgsquote betrug damit rund 50 Prozent.

Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
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Ein Fachmann versucht im Repair-Café, das Gerät einer Besucherin zu reparieren. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Ein Fachmann versucht im Repair-Café, das Gerät einer Besucherin zu reparieren. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Die Aula Sandbänkli hat sich einmal mehr in eine kunterbunte Flickwerkstatt verwandelt. Unter dem Motto «Reparieren statt wegwerfen» führten Yvonne und Thomas Sutter aus Bischofszell zum fünften Mal ein Repair-Café durch. Ein Anlass, der sich immer grösserer Beliebtheit erfreut.

20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer hatten am Samstag in der Werkstatt und in der Küche alle Hände voll zu tun. Davon waren zehn Reparateure, die sich während fünf Stunden den Herausforderungen stellten.

Vom Radio bis zum Milchaufschäumer

Jeannette Spring aus Sitterdorf freute sich, dass ihr Radioapparat geflickt werden konnte. «Das Gerät ist schon etwa 45 Jahre alt und läuft jeden Tag. Nun musste die Antenne neu montiert werden», erzählte sie. Das Repair-Café sei eine gute Sache. «Ich war schon im Frühjahr hier.»

Weniger Glück hatte Erika Allemann. Sie hatte ihren elektrischen Milchaufschäumer mitgebracht. Vermutlich habe er einen Wackelkontakt, meinte die Frau aus Niederbüren. Der gelernte Radio- und Fernsehelektriker Christian Steiner begutachtete ihr Gerät und stellte fest: «Leider kann ich ihren Milchaufschäumer nicht flicken. Mit grösster Wahrscheinlichkeit ist die Heizspirale kaputt.»

Warten bei Kaffee und Kuchen

Steiner hat noch kein Repair-Café in Bischofszell ausgelassen. «Es macht mir Spass, kaputte Sachen zu flicken. Ich repariere viel – auch für meine Familie und Freunde.» Schliesslich machte das Repair-Café seinem Namen alle Ehre: Bei Kaffee und Kuchen konnte die Wartezeit verkürzt werden. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich in gemütlicher Atmosphäre auszutauschen.

Obwohl das Reparaturangebot gratis war, wurde die eine oder andere Spende ins Kässeli gelegt. Initiant Thomas Sutter zeigte sich auch nach der fünften Auflage zufrieden. Der Anlass sei wiederum ein voller Erfolg gewesen. Insgesamt 63 von 131 gebrachten Gegenständen konnten instandgestellt werden – davon auch diesmal sehr viele Elektrogeräte wie Staubsauger, Mixer und Kaffeemaschinen.

Das nächste Repair-Café findet am Samstag, 9. März 2019, statt.