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Das Bischofszeller Repair-Café erfreut sich grosser Beliebtheit

Um dem immer grösser werdenden Ansturm gerecht zu werden, braucht das Repair-Café in der Aula Sandbänkli dringend ehrenamtliche Handwerker für die Reparatur von Elektrogeräten.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Der Vorstand des Vereins Repair-Café Bischofszell kümmert sich um einen defekten Staubsauger: Isabelle Rey, Thomas Sutter, Yvonne Sutter und Marianne Fontanive. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Der Vorstand des Vereins Repair-Café Bischofszell kümmert sich um einen defekten Staubsauger: Isabelle Rey, Thomas Sutter, Yvonne Sutter und Marianne Fontanive. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

«Kaputte Gegenstände flicken, macht mir riesig Spass», sagt Thomas Sutter. Und wenn er dann den zufriedenen Gesichtsausdruck des Besitzers sehe, weil sich dieser über den geflickten Gegenstand freut, sei dies der schönste Lohn. Unter dem Motto «Reparieren statt wegwerfen» organisiert Thomas Sutter (Präsident) mit Ehefrau Yvonne (Kassierin) sowie Isabelle Rey (Aktuarin) und Marianne Fontanive (Revisorin) zweimal jährlich ein Repair-Café.

Das Quartett hat vor zwei Jahren das Repair-Café ins Leben gerufen und kürzlich einen Verein daraus gemacht. Die steigende Nachfrage zeige, dass immer mehr Menschen der Wegwerf-Mentalität trotzten und sich für eine lange Lebensdauer von Gegenständen einsetzten.

Das Repair-Café, das kürzlich zum fünften Mal stattfand, erfreue sich immer grösserer Beliebtheit. Durch die Vereinsform seien nun Rechte und Pflichten klar geregelt, sagt Thomas Sutter. «Wir sind jetzt im ausgezeichnet organisierten Bischofszeller Vereinsnetz eingebunden und damit näher dran an der Stadt und ihren Informationen.»

Für eine Reparatur wird kein Geld verlangt

Vor bald drei Jahren habe er zum ersten Mal als Reparateur an einem Repair-Café in Weinfelden mitgemacht, erzählt Thomas Sutter. Sogleich sei er begeistert gewesen. Der gelernte Auto-Elektriker hat zusammen mit dem heutigen Vorstand die Initiative ergriffen und in Bischofszell ein Repair-Café organisiert. Entsprechende Anleitung und Unterstützung bekam man von der Stiftung für Konsumentenschutz in Bern.

Im Herbst 2016 fand dann zum ersten Mal ein Repair-Café in der Aula Sandbänkli statt. Seither wird dort jeweils im März und September unentgeltlich repariert, was repariert werden kann. In der Flickwerkstatt arbeiten nur ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Auch die jüngere Generation ist vertreten – so ist beispielsweise Sutters Sohn Nico zuständig für die Annahme und Koordination der defekten Sachen.

Da immer mehr Elektrogeräte zur Reparatur gebracht werden, seien dementsprechende Reparaturexperten nötig. «Wir suchen dringend für unser nächstes Repair-Café im Frühjahr 2019 zusätzliche Handwerker und ambitionierte Tüftler, die Elektrogeräte reparieren können», erklärt Thomas Sutter.

Erfunden wurde das Repair-Café in Holland

Immer mehr Leute nutzen das kostenlose Angebot. Oft sind es ältere Personen, die eine besondere emotionale Bindung zu einem Gegenstand haben und sich nicht von diesem trennen möchten. «Wir wollen jedoch die Fachgeschäfte nicht konkurrieren», betont Thomas Sutter und ergänzt, dass sich bei ihnen in der Regel nur einfachere Reparaturen bewerkstelligen liessen.

Laut Raffael Wüthrich, Leiter Nachhaltigkeit und Energie bei der Stiftung für Konsumentenschutz in Bern, gibt es gesamtschweizerisch 97 Repair-Cafés. «Mit den in Holland erfundenen Repair-Cafés bekam die Kultur des Reparierens neuen Auftrieb. Die ersten drei Cafés in der Schweiz wurden 2014 gegründet, nachdem die Reparier-Bars in Basel und St. Gallen bereits ein Jahr zuvor eröffnet wurden», sagt Wüthrich. Der Thurgau sei heute ein richtiger Reparaturkanton geworden, denn er zeige eine sehr hohe Dichte an Repair-Cafés.

Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.repair-cafe.ch

Das nächste Mal im Frühjahr 2019

Das Bischofszeller Repair-Café braucht dringend Handwerker und ambitionierte Tüftler, die ehrenamtlich bei der Reparatur von Elektrogeräten mithelfen. Jeder Reparateur bringt sein eigenes Werkzeug mit. Wer Interesse hat, ein- oder zweimal im Jahr an einem Samstag Gegenstände zu flicken, kann sich beim Repair- Café melden: Tel. 079 284 96 80 oder per E-Mail repaircafe-bischofszell@gmx.ch. Das nächste Repair-Café findet am Samstag, 9. März 2019, von 9 bis 14 Uhr in der Aula Sandbänkli statt. (yal)

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