Das Amriswiler Stadthaus bekommt einen neuen Anbau - jedoch mit den Ziegeln des alten Feuerwehrdepots

Das Amriswiler Stadthaus bekommt einen neuen Anbau - jedoch mit den Ziegeln des alten Feuerwehrdepots

Bild: Manuel Nagel

Die Amriswiler Stadthauserweiterung ist noch eine Baustelle, doch schon nächste Woche ziehen die Sozialen Dienste aus ihrem Exil an der Kirchstrasse zurück ins Stadthaus. Eine Woche später zieht die Bauverwaltung um. Somit sind künftig alle städtischen Abteilungen wieder an der Arbonerstrasse 2 zu finden.

Manuel Nagel
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Gabriel Macedo steht vor dem Westeingang des Erweiterungsbaus, wo es künftig zum Empfang der Bauverwaltung geht.

Gabriel Macedo steht vor dem Westeingang des Erweiterungsbaus, wo es künftig zum Empfang der Bauverwaltung geht.

Bild: Manuel Nagel

Es schaut noch nicht so aus, als würden in den Erweiterungsbau des Stadthauses schon nächste Woche die ersten Mitarbeiter der Stadt Amriswil ziehen. Überall wird noch herumgewerkelt und eifrig gebaut. Der Zeitplan scheint sehr straff. «Aber das ist er wohl auf jeder Baustelle», sagt Gabriel Macedo und fügt mit einem Lachen an:

«Und hätte man zwei Wochen mehr Zeit, so würde auch bis zum letzten Tag gearbeitet werden.»
Gabriel Macedo steht vor dem Westeingang des Erweiterungsbaus, wo es künftig zum Empfang der Bauverwaltung geht.
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Der Eingangsbereich im Erdgeschoss. Links geht's zum Treppenhaus hinauf zur Bauverwaltung, rechts sind die Büros der Sozialen Dienste. Diese Türe wird für Besucher geschlossen sein, die Sozialen Dienste haben einen separaten Eingang.
Gabriel Macedo im Treppenhaus in die zweite Etage unterwegs.
Der Stadtpräsident steht vor dem Empfang der Bauverwaltung.
So sieht es von der anderen Seite des Tresens aus.
In einem ehemaligen Raum der Bauverwaltung wird künftig das Stadtmodell ausgestellt werden. Hier bei dieser Türe verläuft die Grenze zwischen dem Alt- und dem Neubau.
Ein Büro der Bauverwaltung.
Ein Lichtschacht in der Mitte des Gebäudes bringt zusätzliches Tageslicht herein.
Auf der Südseite liegt der Eingang zu den Sozialen Diensten.
Natürlich wird nicht der Stadtpräsdent am Empfang stehen. Rechts sieht man die beiden Diskretkabinen.
Der Büroraum der Sozialen Dienste mit den beiden Diskretkabinen links und in der Mitte sowie dem Empfangsschalter rechts.
Die Einzelbüros der Sozialen Dienste.
Wegen der hohen Decke wirkt das Büro schmaler als es ist. Man musste diese Höhe einhalten, weil das durch den bestehenden Verbindungsbau zwischen Stadthaus und der Erweiterung vorgegeben war.
Ein Blick in die schlichten Gänge.
Gabriel Macedo schaut aus einem der Sitzungszimmer auf den Parkplatz hinter dem Stadthaus.
Ein Lichtschacht in der Mitte des Gebäudes aus anderer Perspektive.
Überall wird noch gewerkelt, gearbeitet und gebaut.
Die neuen Fensterläden können geschoben werden und sind den Läden des Stadthauses nachempfunden.
Im Dachgeschoss gibt es einen Raum, der nicht besetzt ist.
Hier könnten Apéros, Kunstausstellungen oder Infoveranstaltungen durchgeführt werden.
Das Treppenhaus mit Sichtbeton, Holz und Tageslicht wirkt ausgesprochen hell.
Geradeaus liegt auf der rechten Seite der Eingang zur Bauverwaltung.
Die Wandmalereien im ehemaligen Raum des Jugendtreffs sind geblieben und erinnern an frühere Zeiten.
Im Zwischenbau sind bald die Rettungsdienste untergebracht. Hier gibt es Büros sowie Aufenthalts- und Ruheräume für die Rettungssanitäter.

Gabriel Macedo steht vor dem Westeingang des Erweiterungsbaus, wo es künftig zum Empfang der Bauverwaltung geht.

Grosse Zustimmung im Volk

Am 24. September 2017 sagten die Amriswiler Stimmbürger deutlich Ja zum Erweiterungsbau des Stadthauses. 68,3 Prozent stimmten dem Kreditbegehren über 4,7 Millionen Franken zu, um das alte Feuerwehrdepot abzureissen und Büros für die Sozialen Dienste und die Bauverwaltung zu bauen.
Gar 82 Prozent Zustimmung fand der Kredit über 670'000 Franken für den neuen Standort des Rettungsdienstes. (man)

Arbeiten, das kann das Personal der Sozialen Dienste erst nach der Züglete, welche die ganze nächste Woche in Anspruch nimmt. Das Amt steht den Amriswilern erst ab dem 25. Mai in den neuen Büros an der Arbonerstrasse 2 wieder zur Verfügung. Der separate Eingang befindet sich auf der Südseite bei den Parkplätzen hinter dem Stadthaus, sodass nicht gleich für alle sichtbar ist, wer zum Sozialamt geht.

Der Empfang der Sozialen Dienste mit den zwei Diskretkabinen rechts davon.

Der Empfang der Sozialen Dienste mit den zwei Diskretkabinen rechts davon.

Bild: Manuel Nagel

Diskretion wird auch innerhalb des Gebäudes gross geschrieben. Neben dem Empfangsschalter gibt es neu auch zwei Einzelkabinen. Und der Sicherheit wird ebenfalls Rechnung getragen. Die Mitarbeiter sind nun besser geschützt als es im bisherigen Büro an der Kirchstrasse der Fall war, wohin die Dienste vor exakt sieben Jahren aus Platzgründen ausgelagert wurden.

Ein Bijou unter dem Dach für besondere Anlässe

Mehr Platz bekommt nun auch die Bauverwaltung, die ihre Büros im zweiten Geschoss des neuen Stadthaustraktes vom 25. bis zum 29. Mai bezieht und in dieser Woche ebenfalls nicht erreichbar ist für die Bevölkerung. Das ist sie erst ab dem 2. Juni wieder. Der Eingang der Bauverwaltung liegt auf der Westseite, ebenfalls bei den Parkplätzen.
Somit sind ab nächstem Monat wieder sämtliche Dienste vereinigt – und es gibt sogar noch etwas Platzreserven, wie der Hausherr sagt. Doch ein Raum hat es Stadtpräsident Gabriel Macedo besonders angetan. Auf der dritten Etage gibt es einen Raum, der nicht ständig genutzt wird und deshalb ideal ist für Infoveranstaltungen, Apéros oder auch mal für eine Kunstausstellung.

Der Raum unter dem Dach hat es Stadtpräsident Gabriel Macedo angetan. Hier könnten verschiedene kulturelle, gesellschaftliche oder informative Anlässe im kleineren Rahmen durchgeführt werden.

Der Raum unter dem Dach hat es Stadtpräsident Gabriel Macedo angetan. Hier könnten verschiedene kulturelle, gesellschaftliche oder informative Anlässe im kleineren Rahmen durchgeführt werden.

Bild: Manuel Nagel

Der Neubau wirkt durch den Sichtbeton, das Holz und das Tageslicht sehr hell und modern. Doch etwas ist vom Feuerwehrdepot an selber Stelle dennoch geblieben: Die Ziegel des abgebrochenen Gebäudes wurden wieder verwendet «und es hatte noch ziemlich viele übrig», verrät Macedo. Auch die Wandgemälde des ehemaligen Jugendtreffs im Luftschutzraum im Keller sind als Andenken an die alte Zeit geblieben.

Die Wandgemälde des Jugendtreffs im Kellergeschoss bleiben bestehen. Hier wurde nicht viel gemacht.

Die Wandgemälde des Jugendtreffs im Kellergeschoss bleiben bestehen. Hier wurde nicht viel gemacht.

Bild: Manuel Nagel
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