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Das Alterszentrum Kreuzlingen hat bald hundert Pflegeplätze mehr

Die Bauarbeiten gehen in die Endphase. Nach den Sommerferien wird der sanierte Altbau des Alterszentrums Kreuzlingen bezogen. Derweil beschäftigt sich die Leitung mit dem deutlichen Anstieg an Pflegeplätzen.
Nicole D'Orazio
Der Altbau des Alterszentrums Kreuzlingen befindet sich in der Schlussphase der Sanierung. Geschäftsführerin Anna Jäger und Ursi Rieder, Leiterin Pflege und Betreuung, nehmen einen Augenschein. (Bild: Reto Martin)

Der Altbau des Alterszentrums Kreuzlingen befindet sich in der Schlussphase der Sanierung. Geschäftsführerin Anna Jäger und Ursi Rieder, Leiterin Pflege und Betreuung, nehmen einen Augenschein. (Bild: Reto Martin)

Im Moment ist das Haus A West, der 1976 eröffnete Altbau des Alterszentrums Kreuzlingen (AZK), noch eine Baustelle. Überall wird intensiv gearbeitet. Im Mai letzten Jahres ist die Sanierung nach Verzögerungen endlich gestartet. Die Denkmalpflege wollte nicht, dass die grosse, Treppe im Gebäude heraus gerissen wird und es musste eine neue Lösung ausgearbeitet werden (unsere Zeitung berichtete). «Jetzt ist es langsam genug. Ich freue mich richtig darauf, wenn die Arbeiten zu Ende sind», sagt Ursi Rieder, Stellvertretende Geschäftsführerin und Bereichsleiterin Pflege und Betreuung des Alterszentrums. «Natürlich gibt es Bewohner, die sich über den Lärm beschweren, aber viele gehen gut damit um und haben sich daran gewöhnt», meint Rieder. Einige verfolgten die Arbeiten mit Interesse und würden sich gerne mit dem Bauleiter unterhalten.

Sanierungsarbeiten unter vollem Betrieb seien sowohl für die Bewohner wie auch für die Mitarbeiter keine einfache Sache, fügt Geschäftsführerin Anna Jäger an. Es sei mühsam, weil nur noch zwei Lifte im ganzen Betrieb zur Verfügung stünden. «Und dass wir keinen Saal oder fixe Cafeteria haben, ist auch nicht einfach.»

Blick in einen neuen Essensraum in sanierten Altbau des Alterszentrums Kreuzlingen. (Bild: Reto Martin)

Blick in einen neuen Essensraum in sanierten Altbau des Alterszentrums Kreuzlingen. (Bild: Reto Martin)

Nur noch wenige zügeln wieder in den Altbau zurück

Die Bauarbeiten sind in ihrer Schlussphase, obwohl es noch nicht so aussieht. «Das geht dann schnell», sagt Jäger. Nach den Sommerferien können die ersten Bewohner die neu sanierten Zimmer beziehen. Es seien noch Vereinzelte, die vom 2015 fertig gestellten Neubau wieder zurück ins Haus A West zügeln, meint Rieder. Die anderen bleiben oder sind verstorben. 2015 musste der Altbau geräumt werden, was nicht allen Senioren leicht gefallen war.

Für das Alterszentrum ist der Wiederbezug eine grosse Sache. «Auf einen Schlag erhöht sich die Zahl unserer Pflegeplätze von 150 auf 234. Das sind fast hundert mehr», sagt Anna Jäger. «Es ist sehr faszinierend, so eine Erweiterung mitzuerleben.» Das AZK wird nicht nur mehr Senioren beherbergen können, sondern logischerweise auch mehr Mitarbeiter beschäftigen. «Wir schaffen rund 60 Stellen. Das werden etwa 80 Angestellte sein, viele in Teilzeit.» Man habe den Fachkräftemangel gut überstanden und durfte viele tolle Mitarbeiter anstellen, schwärmt die Geschäftsführerin. Diese würden nun Schritt um Schritt eingearbeitet.

Neuer Wohnbereich für Kurzzeitaufenthalte

Im Altbau wird es neben Ergänzungsleistungs-tauglichen Zimmern eine zweite Abteilung für an Demenz erkrankte Menschen geben. «Diese ist für Nicht-Weglaufgefährdete», sagt Jäger. «Für uns sind auch die neuen Zimmer für die Übergangspflege und Kurzzeitaufenthalte wichtig», ergänzt Rieder. «Die Nachfrage ist hoch. Es gibt einen separaten Wohnbereich.» Dieser sei für Senioren gedacht, die zum Beispiel nach einem Spitalaufenthalt eine Weile auf Pflege angewiesen seien. «Oder für Betagte, die zur Entlastung der Betreuenden eine Woche oder Tage zu uns kommen.» Es gebe auch Bewohner, die wöchentlich einen Tag bei ihnen verbringen würden. «So können wir den Senioren auch die Angst nehmen bis der Zeitpunkt kommt, an dem sie ganz ins Pflegeheim müssen», sagt Rieder.

Blick in den neuen Saal. Dieser wird im September fertig sein. (Bild: Reto Martin)

Blick in den neuen Saal. Dieser wird im September fertig sein. (Bild: Reto Martin)

Der neue Saal soll Begegnungen fördern

Im September wird der neue Saal im Alterszentrum Kreuzlingen eröffnet, das Restaurant Mitte August. Diese haben im Altbau die Standorte getauscht. «Ich freue mich sehr auf den Saal», sagt Geschäftsführerin Anna Jäger. «Der alte war klein und eng. Nun können wir zum Beispiel endlich eine richtige Weihnachtsfeier machen. Nun haben wir viel Platz. Das ist toll.» Der Saal und das Restaurant sollen wie bis anhin eine Begegnungszone sein. «Wir sind ein offenes Haus und wollen diese Tradition stärken.» Den Saal werde man dafür selber mit verschiedenen Anlässen beleben und ihn auch vermieten. Das Restaurant erhält übrigens einen neuen Namen: «Z.». Den Punkt spreche man aus, sagt Jäger und lacht. «Das ist eine Kombination aus Zentrum und Treffpunkt.»

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