Dario My will in Bottighofen an die Spitze der Schule

Der einzige Kandidat für das Präsidium der Primarschule ist bereits Mitglied der Behörde. Er will unter anderem die Kommunikation verbessern.

Martina Eggenberger Lenz
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Dario My kandidiert als Schulpräsident in Bottighofen. (Bild: Nicole D'Orazio)

Dario My kandidiert als Schulpräsident in Bottighofen. (Bild: Nicole D'Orazio)

Dass sich die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die drei Kandidaten für das Gemeindepräsidium von Bottighofen konzentriert, kommt Dario My – er spricht seinen Namen englisch aus – gerade recht. Er steht nicht so gerne im Rampenlicht. «Ich mache es für die Kinder», begründet er seine Kandidatur als Schulpräsident von Bottighofen. Die Wahl findet am 10. Februar statt.

Einen Gegenkandidaten hat er nicht. «Das finde ich schade. Ich hätte es gut gefunden, wenn die Stimmbürger aus zwei bis drei Bewerbern hätten auswählen können, und sich mehr Leute für das Schulsystem interessieren und engagieren würden.» Seit März letzten Jahres gehört der 40-Jährige der Primarschulbehörde Bottighofen an und betreut das Ressort Kommunikation. Er ist zum Beispiel für die Website oder das Protokoll zuständig.

Einsatz für «seine» Schule

Als der aktuelle Präsident, Michael Thurau, seinen Rücktritt angekündigt hatte, sei es den anderen Behördenmitgliedern sehr recht gewesen, dass er sich zur Verfügung stellt, sagt My. Die Familie steht hinter seiner Kandidatur «Alle arbeiten gerne in der Behörde mit, wir sind ein Team», sagt My. Ihm gefällt die Arbeit und er hat noch etwas Kapazität. Deswegen hat er sich überlegt, das Präsidium zu übernehmen. Auch weil er der Schule, die er selber besuchte, etwas zurückgeben möchte. «Ich habe das mit meiner Familie besprochen.»

My sieht seinen Vorteil darin, dass er die aktuellen Themen, die Zusammenhänge sowie die Lehrer bereits kennt. «Natürlich benötige ich Zeit, mich einzuarbeiten. Aber mit Michael Thurau würde das bestens funktionieren», sagt My. Er hat zudem Führungserfahrung. In Kreuzlingen leitet er die Lötscher AG, die Kuckucksuhren herstellt.

«Ich kann auch gut mit Menschen, was in diesem Amt wichtig ist.»

Eltern und Lehrer müssten stets involviert werden. «Ich bin kein Pädagoge, sondern Betriebswirt und werde den Lehrpersonen bei pädagogischen Fragen nicht drein reden», verspricht er. Er schaue, dass die Rahmenbedingungen gut sind, damit die Lehrer das Beste für die Kinder geben können. «Es geht darum, die Schule zu stärken.» Dazu hat er schon erste Tagungen besucht.

Die Schule ist gut aufgestellt

Die Primarschule in Bottighofen sei gut aufgestellt, meint der Kandidat. Die Infrastruktur sei tadellos und reiche für das stetige Schülerwachstum. Der Betrieb ist gut geführt und die Behörde funktioniert. «Wir hatten zuletzt allerdings etwas Pech mit den Schulleitern und in einer Klasse ist es zu mehreren Lehrerwechseln gekommen», sagt My. Das hatte diverse Gründe. Doch nun habe man gute Persönlichkeiten anstellen können, was bei Lehrermangel nicht einfach sei.

Als Problem sieht My den Finanzausgleich, der die Primarschule Bottighofen noch stärker belasten wird. «Die höheren Abgaben werden eine Herausforderung, für die wir eine Lösung finden müssen.» Etwas, das er von Beginn weg in Angriff nehmen möchte, ist eine verbesserte Kommunikation. Diese muss schneller gehen. «Die Website würde ich daher gerne überarbeiten», meint My. «Allgemein dürfen keine Fehlinformationen passieren, damit keine Gerüchte entstehen.»