Dank regionaler Produktion: Weinfelder Schulhausbau nimmt Gestalt an

Der Neubau des Martin-Haffter-Schulhauses schreitet trotz Corona voran. Die Arbeiten wurden dank der Schulschliessung beschleunigt.

Mario Testa
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Gesamtprojektleiter Beat Müller und Bauleiter Werner Schlatter auf der Martin-Haffter-Baustelle.

Gesamtprojektleiter Beat Müller und Bauleiter Werner Schlatter auf der Martin-Haffter-Baustelle.

(Bild: Mario Testa)

Der Boden für den Neubau des Primarschulzentrums Martin Haffter ist gelegt – respektive das Dach des Notspitals abgedichtet. Nun kann darauf der Boden betoniert werden, auf den dann die Holzelemente für das Schulhaus gestellt werden.

Auf der Baustelle lässt die Totalunternehmer Implenia seine Arbeiter weiterhin ran, wenn auch mit Einschränkungen. «Wir halten die vom Bund vorgegebenen Verhaltens- und Hygienemassnahmen ein. Für uns steht die Gesundheit unserer Mitarbeiter an erster Stelle», sagt Mediensprecherin Natascha Mathyl. Die Bauarbeiter dürfen also nur zur Arbeit erscheinen, wenn sie gesund sind, sie müssen Abstand zu ihren Kollegen halten und sich regelmässig die Hände waschen oder desinfizieren.

Waschstation für die Bauarbeiter

«Wir haben deshalb in Absprache mit der Primarschulgemeinde Weinfelden schon sehr früh eine Waschstation aufgebaut», sagt Gesamtprojektleiter Beat Müller. Gleich beim Eingang zur Baustelle steht die Anlage mit zwei überdachten Waschbecken. «Diesen Standort haben wir ganz bewusst gewählt, so geraten die Hygienemassnahmen bei den Bauarbeitern nie in Vergessenheit. Mit sanftem Druck zwingen wir sie so, sich jedes Mal die Hände zu waschen, wenn sie das Gelände betreten oder verlassen.»

Da im nebenan liegenden, alten Schulhaus der Unterricht schon zwei Wochen vor den Frühlingsferien eingestellt wurde, konnten die Bauarbeiter einige Arbeiten vorziehen. «Wir hatten lärmige Arbeiten wie etwa den Abbruch des Durchgangs zum Notspital erst in den Schulferien geplant. Diese konnten wir nun bereits vor den Ferien erledigen und liegen somit sehr gut im Zeitplan», sagt Beat Müller.

Im Herbst kommen die Holzelemente

«Wir rechnen damit, im August mit dem Stellen der Holzelemente anfangen zu können. Diese Arbeiten dauert dann nur etwa zwei Monate.» Von Lieferengpässen sei die Baustelle nicht betroffen. «Wir arbeiten ja weitgehend mit regionalen Handwerkern zusammen und haben ihnen die Aufträge schon länger vergeben. Deshalb waren sie entsprechend vorbereitet. Zudem stammt der Grossteil des Baumaterials wie das Holz für den Neubau ja direkt aus der Gegend.»

Einen weiteren erfreulichen Punkt ortet Müller beim Erdreich, das abgetragen wurde. «Wir hatten die Befürchtung, dass es belastetes Material ist. Diese Befürchtungen haben sich nicht bestätigt, was sich nun nicht negativ auf die Kosten auswirkt.» Wie Bauleiter Werner Schlatter sagt, seien seine Mitarbeiter froh, weiterarbeiten zu können.

«Sie fühlen sich sicher und wollen arbeiten. Viele haben uns auch ihren Dank ausgesprochen, dass es weitergeht auf der Baustelle.»

Wegen zweier Pausencontainer, dem guten Wetter und derzeit nur rund acht Mitarbeitern auf Platz sei es jederzeit möglich, die geforderten Abstände einzuhalten. «Zudem werden unsere Toiletten nun täglich statt wie normalerweise wöchentlich gereinigt und desinfiziert.» Implenia bietet auch eine Hotline für die Mitarbeiter.

Bilder von der Baustelle: www.martin-haffter.ch