Dank «Fame» sind die Kinder in Sulgen und Kradolf-Schönenberg länger in Obhut

Das Projektteam möchte den Behörden der politischen Gemeinden und der Volksschulgemeinde im Frühsommer ein Vorprojekt zur Prüfung einreichen.

Hannelore Bruderer
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«Fame»-Projektleiter Heinz Gfeller mit den Team-Mitgliedern Rahel Müller, Andrea Müller-Richner und Michèle Artho.

«Fame»-Projektleiter Heinz Gfeller mit den Team-Mitgliedern Rahel Müller, Andrea Müller-Richner und Michèle Artho.

Bild: Hannelore Bruderer

Die einzelnen Behörden werden entschieden, ob, wie und in welchem Umfang das Thema familienergänzende Angebote weiterentwickelt werden soll. Das achtköpfige Projektteam leitet Heinz Gfeller, Behördenmitglied der Volksschulgemeinde Region Sulgen.

«In den Gemeinden Sulgen und Kradolf-Schönenberg gibt es schon einige Angebote in diesem Bereich. So haben wir in beiden Gemeinden gut funktionierende Kindertagesstätten und Mittagstische. Ziel unseres Projekts ist es, auf diesen Angeboten modular aufzubauen», sagt Gfeller.

Vom Kindergarten bis zur 9. Klasse

Im Projekt «Fame», wie der Arbeitstitel lautet, ist im Moment eine Betreuung von morgens 7 Uhr bis abends 18 Uhr, offen für Kinder ab dem Kindergarten bis zur 9. Klasse, angedacht.

Mit einer Umfrage bei den Familien im Einzugsgebiet der VSG Region Sulgen will das Team nun klären, ob das einem Bedarf entspricht. Der Fragebogen ist auch zum online Ausfüllen bis 8. März auf den Internetseiten der beteiligten Körperschaften aufgeschaltet.

Projekt steckt noch in der Anfangsphase

Vieles ist noch nicht konkret, was nicht heisst, dass es keine klaren Vorstellungen gibt. Die Team-Mitglieder hätten sich intensiv mit dem Thema beschäftigt, sagt Gfeller.

«Wir haben Gespräche mit den entsprechenden Ämtern des Kantons geführt und uns nach den rechtlichen Grundlagen und Bewilligungen erkundigt. Wir stehen aber auch im Kontakt mit den Verantwortlichen von Gemeinden, in denen familienergänzende Angebote bereits eingeführt worden oder, wie bei uns, in der Projektphase sind.»

Ergänzende Angebote sind nicht gratis

Über solche Kontakte erhält das Projektteam zum Beispiel Informationen über mögliche Rechtsformen oder Anregungen für die Ausgestaltung eines passenden Finanzierungsmodells. «Die ergänzenden Angebote werden für die Nutzer nicht kostenlos sein», sagt Heinz Gfeller.

Angestrebt wird aber ein Modell mit sozialverträglichen Tarifen, die es allen Familien ermöglichen, von den Ange- boten zu profitieren. Bei dem weitverzweigten Gebiet der Volksschulgemeinde Region Sulgen muss auch die Standortfrage geklärt werden.

Pavillon sanieren und umnutzen

«Um die Kosten gering zu halten, möchten wir, soweit möglich, bereits Vorhandenes nutzen», erklärt Gfeller. In Frage käme der Kindergartenpavillon auf dem Areal der Primarschule Kradolf. Wird dort der projektierte Doppelkindergarten realisiert, stünde der Pavillon nach einer sanften Renovation für eine Umnutzung bereit.

Dem Projektteam steht noch viel Arbeit bevor. «Wir sind überzeugt, dass die Einführung von familienergänzenden Angeboten einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung in unseren Gemeinden beitragen kann», sagt Gfeller.