«Dä Brüeder vom Heinz» veröffentlicht neuen Song - er heisst «Thurgauer»

Anstatt über «Wyfelde» singt Manfred Fries alias «Dä Brüeder vom Heinz» nun über den ganzen Kanton. «Thurgauer» heisst sein neustes Lied, das ebenfalls zum Hit werden soll.

Sabrina Bächi
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Manfred Fries wagt sich während den Dreharbeiten mit dem HC Thurgau aufs Glatteis. (Bild: Reto Martin)

Manfred Fries wagt sich während den Dreharbeiten mit dem HC Thurgau aufs Glatteis. (Bild: Reto Martin)

«Hoi Heinz», rufen ihn viele. Eigentlich heisst er aber Manfred. Manfred Fries. Man kennt ihn jedoch meist nur als «dä Brüeder vom Heinz». Bekannt ist er aber erst seit sein Lied «Wyfelde» in den sozialen Medien durch die Decke ging. Seither ist das Dorf im Herzen des Thurgaus über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt.

Im Thurgau als Hymne fast verehrt, bietet es in der restlichen Schweiz eher eine Vorlage für weitere Witze über Thurgauer und den hie­sigen Dialekt. «Ich bin stolzer Thurgauer, deshalb will ich mal hinstehen und ein bisschen hupen, das macht gar nichts», sagt Fries und grinst. Eine Retourkutsche für blöde Sprüche also. Doch hauptsächlich soll es eine wirkliche Hymne werden. «Der neue Song ‹Thurgauer› ist zum Mitsingen, Mitklatschen und Mittanzen», erzählt er.

Nicht nur ein Song, sondern eine Geschichte

Die Dreharbeiten für den Videoclip sind seit vergangener Woche im ­Kasten. Mitgewirkt haben etliche Thurgauer Persönlichkeiten. Etwa Kliby und Caroline sind zu sehen. Des Weiteren haben die Apfelkönigin, der Kapitän der MS Thurgau oder Sportmannschaften wie der HC Thurgau und der FC Weinfelden-Bürglen ihren Auftritt im Video. «Natürlich gibt es auch viele Landschaftsaufnahmen zu sehen», sagt Beat Hug, Produzent des Videos.

Der Urgauer als Comic. (Bild: Beni Merk)

Der Urgauer als Comic. (Bild: Beni Merk)

Fries und Hug haben für dieses Projekt die Köpfe zusammengesteckt. «So hat eines das andere ergeben, und entstanden ist ein richtig kreatives Projekt mit vielen Besonderheiten», verrät Fries. Dieses Mal ist es nicht nur ein Song, den er vermarkten will, sondern eine Geschichte. «Es geht um den Urgauer», erklärt er. Der erste Mensch auf Erden also. Die Wiege der Zivilisation liegt im Thurgau. Der erste Mensch – ein Thurgauer. «Hansjörg Enz liest am Anfang des Musikvideos die Geschichte des Urgauers vor. Zusätzlich zeichnet ein Kreuzlinger Comic-Streifen, welche die Geschichte verbildlichen», sagt Hug. So wird der Song zu einer Trilogie. Die Hymne zu einer Geschichte. Die Idee zu einer Werbung für den Kanton.

Auch wenn er oft witzelt und Sprüche klopft, kann er auch ernsthaft sein. «Manche Lieder handeln von globalen Problemen», erzählt Fries. Andere Songs wiederum drehen sich um die Liebe. Ernsthaftes, Humorvolles, Liebevolles. Die Inspiration für seine Lieder holt er sich überall: «Mir kommen die Ideen in den unmöglichsten Situationen. Seit etwa vier Jahren habe ich aber ­einen Flow. Manchmal stehe ich auch mitten in der Nacht auf und arbeite an einem Lied.»

Vor allem Junge kennen seinen Hit

Fries ist neben seiner Sänger­karriere als Schausteller unterwegs. In der ganzen Schweiz steht er dann in seiner Schiessbude und verkauft auch seine CDs. «Die Leute erkennen mich oft. Zu später Stunde singe ich manchmal mit ihnen – auch ohne Gitarre.» In solchen Situationen zeigt sich vor allem eines: «Die Jungen kennen fast alle das Weinfelder Lied, das überrascht mich», sagt er und grinst. Mit seinem neuen Song «Thurgauer» hofft er an diesen Erfolg anknüpfen zu können.

«Es wäre natürlich toll, wenn ‹Thurgauer› eine kantonale Hymne werden würde – es würde mich freuen.» Wenn das Lied floppt, sei es auch nicht so schlimm. «Dann kommt das nächste Projekt. Ich mache das aus Spass und weil ich es gerade in diesem Ausmass wie beim ‹Thurgauer› noch nie gemacht habe – das ist spannend», sagt Manfred Fries und lächelt.

Die Videopremiere findet am Samstag 25. August, um 19 Uhr am Stedy-Fäscht in Weinfelden statt.