Alles ausser bescheiden: «dä Brüeder vom Heinz» bringt sein drittes Album heraus

Manfred Fries alias «dä Brüeder vom Heinz» veröffentlicht am Freitag sein Album «Siebesiech». Die grosse Album-Release-Party mit illustren Gästen findet im Casino Frauenfeld statt.

Mario Testa
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Manfred Fries alias «dä Brüeder vom Heinz» mit seiner neusten Album «Siebesiech».

Manfred Fries alias «dä Brüeder vom Heinz» mit seiner neusten Album «Siebesiech».

(Bild: Donato Caspari)

Sie singen im Titelsong Ihres neuen Albums «Er isch e Waffe, so en Siebesiech!» Tragen Sie da nicht etwas dick auf?

Manfred Fries: Nein, nein, mir ist der Erfolg nicht zu Kopf gestiegen. Den Titel dieses Lieds und des Albums habe ich gewählt, weil mir meine Freundin mal gesagt hat, ich sei doch ein Siebesiech. Klar mache ich vieles, als Siebesiech sehe ich mich selbst aber nicht. In der Musik darf man jedoch ruhig auch mal etwas «huupe», ist ja nicht so ernst gemeint.

Was wollen Sie mit diesem Hupen denn bezwecken?

Ich will einfach sagen, dass auch im Thurgau tolle Pop-Musik gemacht wird. Mit braven Liedern erregt man kaum Aufmerksamkeit, deshalb die provokanten Töne. Ich zünde gern gegen Baschi, Bligg und Gölä. Das kann ich mir auch gut erlauben, ich bin ja nicht mit dem Schweizer Musikbusiness verbandelt.

Verdienen Sie denn kein Geld mit Ihrer Musik?

Kaum. Für mich ist die Musik meine Leidenschaft. Andere kaufen sich ein teures Auto, ich mache ein Album.

«Siebesiech» ist Ihr drittes Album. Folgt bald ein viertes?

Nein. Ich schliesse mit dem neusten Album eine Trilogie ab, wie ich es von Anfang an wollte. Nach «Marroniherz» und «Coole Hund» schliesst sich mit «Siebesiech» ein Kreis. Dass ich nochmals einen Tonträger produziere, ist unwahrscheinlich.

Weshalb? Haben Sie keine Ideen für neue Lieder mehr?

Das ist es nicht. Aber der Aufwand für so eine Albumproduktion ist enorm. Es kostet sehr viel Geld und beansprucht viel Zeit. Künftig werde ich, falls ich neue Songs veröffentlichen will, wohl die digitalen Kanäle nützen und keine Tonträger mehr produzieren. Umso mehr freue ich mich über die 16 tollen Lieder, die ich nun noch aufs Album bringen konnte.

Weshalb geben Sie es auch als Schallplatte heraus?

Das habe ich bei allen drei Alben gemacht. Vinyl hat einfach eine ganz andere Haptik und klingt toll. Die Auflage ist zudem auf 300 limitiert.

Sie taufen heute Ihr neues Album im Casino Frauenfeld. Warum diese Location?

Meine letzte Album-Release-Party fand im Weinfelder «Trauben»-Saal statt. Es kamen 170 Leute und der Saal war übervoll. Im Casino können wir je nach Besucherandrang variieren es finden gut mehrere hundert Personen Platz.

Album-Taufe im Casino

Neue CD und Venyl in Frauenfeld

Seine neue Platte «Siebesiech» tauft «dä Brüeder vom Heinz» heute Abend im Casino Frauenfeld. Als Gastmusiker wirken
Galgevögel-Sänger Hansjörg Enz, Schlagersänger Roger de Win und Sängerin Mirjam Engeli mit. Einen Gastauftritt haben auch die Turner des TV Märwil, die als «(Th)Urgauer» gewandet zum gleichnamigen Lied eine Barrenperformance zeigen. Die Album-Release-Party beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 30 Franken, Tickets gibt es an der Abendkasse.

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