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Kulturszene blickt nach Kreuzlingen

Eine europäische Konferenz tagt zum Thema Kultur in Kreuzlingen - im nicht-urbanen Raum.
Martina Eggenberger
Im Rahmen der Jahreskonferenz des Kulturverbandes Culture Action Europe finden Besuche im Trösch statt. (Bild: Reto Martin)

Im Rahmen der Jahreskonferenz des Kulturverbandes Culture Action Europe finden Besuche im Trösch statt. (Bild: Reto Martin)

Im Kulturzentrum Dreispitz wird diese Woche englisch gesprochen. Allenfalls noch französisch. Das hat einen guten Grund: Die internationale Jahreskonferenz des Kulturverbandes Culture Action Europe (CAE) mit Sitz in Brüssel findet von Mittwoch bis Samstag in Kreuzlingen und Konstanz statt. CAE ist ein wichtiges Netzwerk, das für Anliegen der Kultur Lobbyarbeit betreibt.

Alex Meszmer, Vorstandsmitglied des Kulturverbandes CAE. (Bild: Dieter Langhart)

Alex Meszmer, Vorstandsmitglied des Kulturverbandes CAE. (Bild: Dieter Langhart)

Der Thurgauer Künstler Alex Meszmer ist seit sieben Jahren im Vorstand der Organisation.

«Ich wurde vom Berufsverband Schweizer Künstler delegiert, weil ich die besten Fremdsprachenkenntnisse habe»

sagt der Pfyner und lacht. Meszmer ist der lokale Koordinator. Es ist sozusagen sein Verdienst, dass die europäische Kulturelite nach Kreuzlingen reist. «Die letzten Jahre lag der Fokus sehr auf urbanen Gegenden. Dabei gibt es auch viel Kultur und viele Kulturschaffende in ländlichen Gebieten.»

Gäste besuchen lokale Kulturhotspots

An der Konferenz nehmen natürlich Mitglieder von CAE teil. Dazu kommen verschiedene regionale Kulturverantwortliche und weitere Interessierte. Der Anlass ist zudem öffentlich, die Veranstalter rechnen mit über 150 Besuchern.

«Der europäische Verband muss seine Strategie überdenken, wie er an die Regierungsvertreter rankommen kann»

betont Meszmer. Dazu brauche er den Rückhalt der Wähler. «Da ist es gut, von unten aufzubauen.»

Gezielt werden sich die Besucher der Tagung lokale Beispiele von Kunst im nicht-urbanen Raum oder der Agglomeration ansehen. Es stehen zum Beispiel Besuche im Trösch und Kult-X oder auch dem Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen an.

Die Kunst ist auf dem Land manchmal innovativer

«Das Ziel unserer Konferenz ist es, herauszufinden, mit welchen Problemen Kulturschaffende und Kulturveranstalter auf dem Land kämpfen», erklärt der Mitorganisator. Die Anliegen, die sich ergeben, würden gleich an die zuständigen Stellen weitergetragen, zum Beispiel die EU.

Alex Meszmer spricht davon, der «urbanen Arroganz» entgegenzuwirken.

«Auf dem Land gibt es viel Hochwertiges und manchmal ist die Kunst dort sogar innovativer als in der Stadt.»

Als Beispiel nennt er den Kunstraum Kreuzlingen. «Wir sind in unserer Region privilegiert.»

Hinweis: Interessierte können sich für die Konferenz noch anmelden unter: contact@cultureactioneurope.org

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