Crowdfunding für Romanshorner WakePark läuft harzig

Die Spendenaktion für den Kauf eines Wakeboard-Lifts dauert noch bis Ende Monat. Dem Verein WakePark fehlen noch knapp 19000 Franken. Aufgeben ist für die Initianten keine Option.

Natascha Arsic
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Wie hier in Kefikon sollen sich Wassersportler bald auch in Romanshorn mit dem Lift durchs Wasser ziehen lassen. (Bild: Reto Martin)

Wie hier in Kefikon sollen sich Wassersportler bald auch in Romanshorn mit dem Lift durchs Wasser ziehen lassen. (Bild: Reto Martin)

Fast die Hälfte der benötigten Geldsumme für den Kauf eines Wakeboard-Lifts hat der Verein WakePark Romanshorn bislang zusammengekriegt. Um das Crowdfunding auf lokalhelden.ch überhaupt starten zu können, benötigte der Verein 100 Fans. Nachdem er diese Anzahl erreicht hatte, konnten die Mitglieder Anfang März die eigentliche Spendenphase starten.

Nach rund drei Viertel der Zeit haben sie nur gut einen Drittel der Finanzierungsschwelle von 30'000 Franken erreicht. Bislang hat der Verein 11'145 Franken (Stand 17. April) gesammelt. Mit insgesamt 50'000 Franken könnten zusätzlich Sprungelemente finanziert werden. Die Sammelaktion dauert noch bis Ende Monat. Otto Loepfe, Projektverantwortlicher, sagt:

«Wir sind positiv gestimmt, dass wir in den nächsten zwei Wochen noch genug Spenden erhalten.»

Die Mitglieder des Vereins seien mit einigen Leuten im Gespräch, die allenfalls noch Geld für den Kauf eines Wakeboard-Lifts beisteuern.

Mitglieder hoffen bis zum Schluss

Letztes Jahr scheiterte das Projekt, weil kein Lift mehr gemietet werden konnte und das Geld für den Kauf eines eigenen fehlte. Deshalb wollen es die Mitglieder diesmal anders machen und bitten die Bevölkerung um Hilfe. Loepfe sagt:

«Wir geben auf keinen Fall auf und bleiben bis zum Schluss dran.»

Die Website des Spendenportals werde laut dem Projektverantwortlichen zwar häufig aufgerufen, «es ist jedoch klar, dass nicht jeder spendet.» Der Verein möchte deshalb versuchen, seinen Bekanntheitsgrad bis zum Ende noch ein wenig zu steigern.

«Wir sind sehr glücklich über die 37 Prozent, hoffen aber auf weitere Unterstützung, sodass wir unser Projekt realisieren können.»

Nicht nur die Bevölkerung kann die Idee des Vereins unterstützen, sondern auch Firmen. So hat beispielsweise die Karl Erb AG 500 Franken gespendet, die Pro Nautik AG 2000 Franken.

«Wir haben noch von weiteren Firmen Beträge erhalten, die Namen können wir aber erst nach Ende der Spendenphase bekanntgeben», sagt Loepfe. Jeder Beitrag werde auf der Plattform vermerkt, damit so schnellstmöglich die Gesamtsumme erreicht werden kann.

Dritter Versuch mithilfe von Investoren denkbar

Falls das Projekt scheitert, weil die Finanzierungsschwelle nicht erreicht werden kann, bekommen die Gönner ihr Geld zurück. Loepfe sagt:

«Wir würden dennoch gerne weitermachen.»

Die Frage wäre in dem Fall aber, was der Verein anders machen müsste. Gemäss Loepfe wäre eine Möglichkeit, mit Investoren zusammenzuarbeiten. «Wir müssten abklären, ob die Leute dazu bereit wären, uns ein Darlehen unter gewissen Bedingungen zu geben. Das Ganze wäre ein wenig komplizierter als das Crowdfunding, weil wir den Wakeboard-Lift auf öffentlichem Boden bauen wollen.»

Investoren seien gewinnorientiert, was sich auf den Preis auswirken könnte. Deshalb sei für den gemeinnützigen Verein der beste Weg, den Lift mithilfe der öffentlichen Unterstützung zu finanzieren, sagt Loepfe. «Wir gehen davon aus, dass es klappt.»

Weitere Informationen unter: www.lokalhelden.ch/wakeparkromanshorn

Wakepark-Anlangen in der Schweiz

Letzten Sommer eröffnete im Kefiker Naturbad der erste Wakeboard-Lift der Ostschweiz. Initiator war Manfred Meyer, Besitzer des Schlosses Kefikon und Mitinhaber des Arboner Kaffeemaschinenherstellers Aequator. Der Wakepark besteht aus drei Hindernissen – eine Schanze und zwei Rails. Weitere Anlagen gibt es in Estavayer-le-Lac, in Lenzerheide und im Schalisee bei Zermatt.