Coronakrise: Schon 2500 Thurgauer haben sich für Freiwilligeneinsätze gemeldet

Eine Online-Plattform soll die Koordination vereinfachen. Insbesondere Personen mit Erfahrung im Gesundheitswesen sind weiter dringend gesucht.

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Erste Freiwillige absolvieren Befähigungskurse im Berufsbildungszentrum Weinfelden für den Einsatz im Pflegebereich.

Erste Freiwillige absolvieren Befähigungskurse im Berufsbildungszentrum Weinfelden für den Einsatz im Pflegebereich.

Bild: PD

(red) Am 19. März hat der Kantonale Führungsstab die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich für freiwillige Einsätze zur Verfügung zu stellen. Bis heute sind über 2500 Meldungen eingegangen, wie der Kanton mitteilt.

Um die Einsätze der freiwilligen Helferinnen und Helfer noch besser zu koordinieren, wurde eine elektronische Helferplattform aufgebaut. Das Echo auf den Helferaufruf des Kantonalen Führungsstabs war riesig. Schon am ersten Tag hatten sich über 1000 Personen gemeldet, nach kurzer Zeit waren es mehr als 2000 Personen.

Regierungsrätin Cornelia Komposch.

Regierungsrätin Cornelia Komposch.

Bild: Reto Martin
«Wir waren überwältigt von der grossen Hilfsbereitschaft»,

sagt Regierungsrätin Cornelia Komposch, Chefin des Kantonalen Führungsstabes. Es wurde jedoch klar, dass es eine professionelle Plattform braucht, um die Einsätze sauber zu organisieren. In kurzer Zeit haben Mitarbeitende des Personalamts und des Amtes für Informatik des Kantons Thurgau sowie des Kantonalen Führungsstab die elektronische Plattform «Staff-Cloud» aufgebaut. Sie ermöglicht es, freiwilliges Personal auf einfache und unkomplizierte Art zu erfassen und den verschiedenen Einsätzen zuzuteilen.

Auf die Plattform kann über thurgau.staff.cloud/recruiting zugegriffen werden. Angebot und Nachfrage werden per Klick zusammengebracht, alles läuft automatisch. Wie die Plattform im Detail funktioniert, zeigt dieses Video:

Die neue Plattform trägt dazu bei, zahlreiche Institutionen im Kanton Thurgau zu entlasten. Der Kantonale Führungsstab vermittelt über «Staff-Cloud» einerseits Personal an medizinische Institutionen, andererseits teilt er den regionalen 2/2 Führungsstäben bei Bedarf Freiwillige zu.

Gemeinden können über die regionalen Führungsstäbe ebenfalls auf den Personalpool zugreifen: ein Kanton – eine Plattform! Helferinnen und Helfer können sich weiterhin registrieren; insbesondere Personen mit Erfahrung im Gesundheitswesen sind dringend gesucht. Aufgrund des grossen Rücklaufes kann es sein, dass nicht alle Freiwilligen tatsächlich aufgeboten werden können. Möglich ist auch, dass Freiwillige erst zu einem späteren Zeitpunkt Einsätze zugeteilt erhalten.

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