Kein Nachtbus zwischen Sulgen und Bischofszell: Corona-Virus bremst orange AOT-Busse aus

Ab Donnerstag tritt bei den Autokursen Oberthurgau für mindestens einen Monat ein Übergangsfahrplan in Kraft.

Manuel Nagel
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Von Amriswil aus fahren die orangen AOT-Busse nach Arbon, Bischofszell, Muolen und Romanshorn.

Von Amriswil aus fahren die orangen AOT-Busse nach Arbon, Bischofszell, Muolen und Romanshorn.

(Bild: Manuel Nagel)

Der öffentliche Verkehr in der Schweiz ist eingebrochen, die Passagiere bleiben aus. Das gilt auch für die orangen Busse der Autokurse Oberthurgau (AOT), die von Amriswil aus nach Romanshorn, Arbon, Muolen und Bischofszell fahren. «Wie in der ganzen Branche ist auch bei der Autokurse Oberthurgau AG auf Grund der ausserordentlichen Lage durch das Corona-Virus die Nachfrage stark zurückgegangen», heisst es in einer Medienmitteilung der Bus Ostschweiz AG, zu der die AOT seit letztem Jahr gehören. Und es sei eine weitere Frequenzreduktion zu erwarten.

Das hat auch die Bus Ostschweiz AG veranlasst, den AOT-Fahrplan anzupassen. Die Änderungen treten diesen Donnerstag, 26.März, ab Betriebsbeginn in Kraft und gelten mindestens bis zum 26.April. Der Online-Fahrplan, der auf der Website unter www.sbb.ch/de zu sehen ist, wird ebenfalls auf diesen Donnerstag angepasst und zeigt die ab dann verkehrenden Kurse im Raum Oberthurgau.

Kein Nachtbus mehr zwischen Sulgen und Bischofszell

Seit dem vergangenen Wochenende ist der Nachtverkehr eingestellt. Der Nachtbus Weinfelden – Sulgen – Gossau (Linie 852) verkehrt bis auf weiteres nicht mehr.

Im Oberthurgau verkehren die Linien 940 (Amriswil – Romanshorn – Arbon), 941 (Amriswil – Steinebrunn – Arbon), 942 (Amriswil – Muolen) und 943 (Amriswil – Sitterdorf – Bischofszell) von Montag bis Sonntag im Stundentakt. Ebenso bleiben die Zwischenkurse Bischofszell Stadt – Zihlschlacht von Montag bis Freitag weiterhin bestehen. (man)

Auch mit dem reduzierten ÖV-Angebot wollen die Autokurse Oberthurgau die Reisekette gewährleisten. Deshalb wurde bei der Ausarbeitung des Übergangsfahrplanes speziell auf Anschlüsse an den Fern- und Regionalverkehr Rücksicht genommen. Das Grundangebot ermögliche die Umsetzung der «Social Distancing»-Empfehlungen des Bundes, versichern die Betreiber.

Folgende Schutzmassnahmen hat die Bus Ostschweiz AG bereits schon umgesetzt: Die vorderste Türe beim Fahrer bleibt geschlossen und es werden schon seit dem 11.März keine Tickets mehr direkt im Bus verkauft. Zudem bleibt die erste Sitzreihe abgesperrt. Aus Schutz für das Kontrollpersonal werden auch keine Ticketkontrollen mehr durchgeführt, doch die Ticketpflicht besteht natürlich weiterhin. Sollte es an der Bushaltestelle keinen Ticketautomaten geben, so könne man das Ticket auch nachträglich noch an einer anderen Haltestelle kaufen.

Hinweis
Weitere Informationen zum Busverkehr im Oberthurgau sind unter folgender Website zu finden, die bei Veränderungen laufend aktualisiert wird: www.aotbus.ch/coronavirus