Der Bischofszeller Adventsmarkt fällt der Coronapandemie zum Opfer

Der veranstaltende Verein hat sich aufgrund der aktuellen Situation entschlossen, auf die Durchführung des beliebten Anlasses dieses Jahr zu verzichten.

Georg Stelzner
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Im Jahr 2019 fand der Adventsmarkt noch statt.

Im Jahr 2019 fand der Adventsmarkt noch statt.

Bild: Andrea Stalder (Bischofszell, 30. November 2019)

Der Adventsmarkt im historischen Zentrum gehört zu den unbestrittenen Highlights im Veranstaltungskalender der Rosenstadt. Und dieses Jahr hätte man sogar ein kleines Jubiläum in Gestalt der 25. Auflage feiern können.

Der Konjunktiv lässt es erahnen: Daraus wird zum Leidwesen vieler Teilnehmer und Besucher nichts. Franco Capelli, der Bischofszeller Marktchef, informierte am Donnerstag die Markthändler von der Absage.

Vorstand versuchte alles

Eine solche stand seit dem Ausbruch der Coronapandemie zwar immer im Raum, doch der Vorstand des veranstaltenden Vereins unter der Leitung von Pius Hofstetter hatte nichts unversucht gelassen, um den weit über die Stadt hinaus beliebten Adventsmarkt auch unter erschwerten Bedingungen durchführen zu können.

Erst im September waren einschneidende Massnahmen wie der Verzicht auf Konzerte auf öffentlichem Grund und Glühweinstände und die Reduzierung der Anzahl Food-Stände um 50 Prozent beschlossen worden. Selbst St.Nikolaus und die Engeli, die traditionellerweise der Eröffnung am Freitagabend beiwohnen, hätten sich dem Diktat der Umstände gebeugt und wären der Altstadt heuer ferngeblieben.

Keine gemütliche Stimmung möglich

Begründet wird die Absage des Adventsmarktes vom Vereinsvorstand mit den sich abzeichnenden unvorteilhaften Rahmenbedingungen sowie der Notwendigkeit, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.

«Ein Weihnachtsmarkt lebt insbesondere auch vom gemütlichen, gemeinsamen Verweilen bei Glühwein und Speisen», gibt Capelli im Schreiben an die Markthändler zu bedenken. Unter den jetzigen Voraussetzungen sieht er keine Möglichkeit, den Besuchern dieses Vergnügen zu bieten.