Corona im Altersheim
«Bei uns soll niemand einsam sein»: Wie das Wohn- und Pflegezentrum im Schloss Berg mit der Pandemie umgeht

Strenge Sicherheitsvorschriften herrschen auch im Tertianum Schloss Berg. Dennoch setzen die Angestellten alles daran, dass die Bewohnenden weiterhin Kontakt zu ihren Angehörigen haben können.

Deborah Hugentobler
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Das Wohn- und Alterszentrum Schloss Berg von aussen.

Das Wohn- und Alterszentrum Schloss Berg von aussen.

Bild: Donato Caspari (Berg, 31. Mai 2017)

Die Lage in den Altersheimen ist wegen der Pandemie weiterhin angespannt. Auch im Wohn- und Pflegezentrum Tertianum Schloss Berg. «Wir haben ein umfassendes Schutzkonzept», sagt Geschäftsführerin Daniela Vorburger. Die Situation und somit auch die Sicherheitsmassnahmen für die Bewohnenden und Mitarbeitenden haben sich seit vergangenem Frühjahr verschärft.

So tragen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit Oktober FFP2-Masken und die Bewohnenden halten auch beim Essen die Abstände ein. Besuche seien weiterhin auf Anmeldung und unter Einhaltung der Hygienevorschriften möglich. «Jeder Kontakt wird erfasst, vor und nach dem Besuch wird die Temperatur gemessen und die Besuchenden erhalten ebenfalls FFP2-Masken. In den Besucherzonen werden die Abstände eingehalten und nach jedem Besuch werden Stühle und Tische desinfiziert», sagt Vorburger. Es sei toll, wie sich alle an die Vorschriften halten.

Massnahmen gehören zum Berufsalltag

Daniela Vorburger, Geschäftsführerin Schloss Berg.

Daniela Vorburger, Geschäftsführerin Schloss Berg.

Bild: Ralph Ribi

Die Belegschaft werde laufend über die aktuelle Lage informiert und zu den Massnahmen geschult. «Die Massnahmen gehören leider zu unserem Berufsalltag», sagt die Geschäftsführerin. «Unsere Mitarbeitenden sind wie alle in der Branche gefordert und leisten eine unglaubliche Arbeit. Ihr Einsatz ist seit bald einem Jahr ungebrochen.»

Über den Gesundheitszustand der Bewohnerinnen und Bewohner und die Anzahl von Coronafällen gebe das Pflegezentrum keine Auskunft. Die Bewohnenden sollen jedoch unterschiedlich mit den aktuellen Verhältnissen umgehen. So bewältigen die einen Bewohner die Situation besser und haben sich daran gewöhnt. Andere hingegen kommen schlechter damit klar.

«Bewohner, die sich untereinander angefreundet haben, unterstützen sich auch jetzt unverändert. Ebenso gibt es aber Bewohnende, die weniger Kontakt zu anderen haben», sagt Vorburger. Das Pflegezentrum versuche, die Aktivitäten den Umständen entsprechend zu gestalten und den Bewohnenden Abwechslung zu bieten. «Wir achten darauf, dass niemand einsam ist und dass die Bewohnenden immer mit ihren Angehörigen Kontakt halten können», sagt Daniela Vorburger.