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Cider, ein Frühschoppenkonzert und ein gut gelaunter Regierungsrat: Die Obstsortensammlung Roggwil feiert Jubiläum

Nach 25 Jahren Aufbauarbeit liessen es sich die Mitglieder der Obstsortensammlung am Sonntag für einmal gut gehen. Höhepunkte waren Grussworte von Ehrengästen, Musik und das Pflanzen eines Jubiläumsbaumes.
Trudi Krieg
Breite Auswahl: Die Festbesucher konnten Früchte probieren, die in der Obstsortensammlun wachsen. (Bild: Trudi Krieg)

Breite Auswahl: Die Festbesucher konnten Früchte probieren, die in der Obstsortensammlun wachsen. (Bild: Trudi Krieg)

«Wir feiern uns selbst», war das Motto des Jubiläumsfestes. «Nach einem Vierteljahrhundert harter Arbeit haben wir uns das verdient», sagte Präsident Thomas Alder. Die Bäume seien herangewachsen und der Verein zähle jetzt 234 Aktiv- und 249 Passivmitglieder. Die Sache selber in die Hand zu nehmen, war schon immer die Triebfeder im Verein, bei der Gründung im Mai 1994, bei der Suche nach verschiedenen Obstsorten, dem Setzen, Veredeln, Pflegen, Ernten und Verwerten.

Mit einem Wasserbirnen-Cider, einer Neukreation von Bruno Gsell, und einem Frühschoppenkonzert der Musikgesellschaft Roggwil wurden die Gäste bei strahlendem Wetter begrüsst. Eine Auslage der jetzt reifen Früchte lud zum Probieren ein, darunter über 20 Sorten Birnen, Reneclauden und Zwetschgen.

Von Rio bis Roggwil

Markus Hardegger vom Bundesamt für Landwirtschaft brachte Grüsse aus Bern und wühlte in seiner Rede in der Schatztruhe mit der Geschichte alter Obstsorten in der Ostschweiz. «Der Geist von Rio de Janeiro, wo 1992 an der UNO Konferenz für Umwelt und Entwicklung ein bindendes Abkommen über die Erhaltung der biologische Vielfalt ausgehandelt wurde, wirkte bis Roggwil nach.»

Menschen, welche die Biodiversität schützen, erforschen und erhalten wollten, hätten sich hier zur richtigen Zeit zusammen gefunden und hätten das Richtige am richtigen Ort getan. «Eine nationale Genbank wurde in der Obstsortensammlung Roggwil angelegt mit Früchten von einer enormen Vielfalt an Formen, Farben und Geschmack. Bäume leben unendlich lange, wenn man sie immer wieder veredelt.»

Urs Müller. (Bild: Trudi Krieg)

Urs Müller. (Bild: Trudi Krieg)

Von Anfang an dabei war Urs Müller, Leiter Obst, Gemüse Beeren beim BBZ Arenenberg. «Die Obstsortensammlung Roggwil ist eine fruchtbare Sache. Ich hatte Privat schon eine Sammlung und konnte diverse Sorten liefern.»

Grüsse von der Regierung

Regierungsrat Jakob Stark gratulierte zum Jubiläum und übergab offiziell die sanierte und für die Bedürfnisse der Obstsortensammlung umgebaute und angepasste Liegenschaft Hofen 7. Mitglieder des Vereins halfen in Fronarbeit tatkräftig mit, so dass jetzt ein Arbeits- und Vereinslokal, Büroraum und ein Kühlraum genutzt werden können. Stark freute sich, dass er an den Feierlichkeiten mitten in Mostindien teilnehmen könne, wobei er zu Mostindien auch die angrenzenden Obstgebiete des Kantons St. Gallen zähle.

In Anspielung auf die Entstehung der Obstsortensammlung aus der Landumlegung beim Bau der Umfahrungsstrasse Arbon und den geplanten Thurgauer Strassenbauprojekten fand er:

«Manchmal hat der Bau einer neuen Strasse eben doch etwas Gutes. Heute brauchte es Kompromisse und demokratische Entscheide.»

Ein Maulbeerbaum zum Jubiläum

Ein Maulbeerbaum soll an das Jubiläum erinnern. (Trudi Krieg)

Ein Maulbeerbaum soll an das Jubiläum erinnern. (Trudi Krieg)

Unter der Leitung von Walter Kradolfer wurde zur Erinnerung an das Jubiläum beim Mehrzweckgebäude ein Maulbeerbaum gepflanzt: «Der Jubiläumsbaum soll ein Zeichen setzten für die Zukunft, wie Luther sagte. Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen», sagte Kradolfer.

Man habe sich für einen Maulbeerbaum entschieden, ein Baum der mit den milderen Temperaturen auch nördlich der Alpen wieder zum Thema werde. Die Blätter des Maulbeerbaumes dienen der Seidenraupe als Nahrung. Ausserdem trägt der Baum süsse schwarze Beeren und soll mit den Jahren auch Schattenspender werden.

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