Chlausgruppe zieht ins Schützenhaus Illighausen

Der Gemeinderat Lengwil stellt das ungenutzte Schützenhaus in Illighausen der Chlausengruppe zur Verfügung. Diese zügelt bald.

Rahel Haag
Drucken
Teilen
Die Lengwiler Chläuse sind bald im Schützenhaus (Symbolbild: Mareycke Frehner)

Die Lengwiler Chläuse sind bald im Schützenhaus (Symbolbild: Mareycke Frehner)

Die Schiessanlage im 300-Meter-Schützenhaus in Illighausen ist in die Jahre gekommen. Zudem steht die Sanierung des Schiesswalls an. Dies hat dazu geführt, dass die Schützengesellschaft Lengwil seit Anfang Jahr im Liebburgtobel in Bottighofen schiesst. Seither steht das Schützenhaus in Illighausen leer.

Entsprechend hat sich der Lengwiler Gemeinderat überlegt, wie man das Schützenhaus künftig nutzen könnte. «Wir haben viele Ideen diskutiert», sagt Gemeinderat Patrick Jud, «vom Abbruch bis zu verschiedenen Umnutzungsmöglichkeiten.» Am Ende hätten sie entschieden, das Schützenhaus einem ortsansässigen Verein zur Verfügung zu stellen.

Nur ein Verein hat sich beworben

In einem Aufruf in der «Lengwiler Ziitig» hiess es, dass sich Interessierte mit einem Nutzungskonzept bewerben können. Daraufhin habe sich ein Verein gemeldet.

«Wir hatten schon gehofft, dass sich zwei bis drei Vereine melden»

sagt Jud. Doch das Schützenhaus liege eben ausserhalb des Dorfs.

So hat am Ende die Chlausengruppe den Zuschlag bekommen. Sie werden das Schützenhaus hauptsächlich als Lager und eine Art Vereinslokal für Sitzungen nutzen und, um sich auf ihre Auftritte vorzubereiten. Dazu gehört das Schminken und Ankleben der Bärte.

Miete muss die Chlausengruppe für das Schützenhaus keine bezahlen. Der Gemeinderat habe eine gemeinnützige Sache unterstützen wollen. Für die Chläuse ein doppelter Glücksfall. Sie hätten sich über die Zusage sehr gefreut, da sie aus ihrem aktuellen Lokal ausziehen müssen. «Sie werden bald einziehen», sagt Jud.

Das Volk befindet wohl 2020 über die Sanierung

Betreffend Sanierung des Schiesswalls muss der Gemeinderat noch eine Entscheidung fällen. Es stünden drei Varianten zur Debatte. Die teuerste bestünde darin, den Wall komplett abzutragen, sodass das Gebiet anschliessend wieder als Kulturland genutzt werden könnte. Juds bevorzugte Variante.

«Ich bin dafür, dass man die Natur unbelastet zurücklässt.»

In den kommenden Monaten werde sich der Gemeinderat für eine Variante entscheiden, die dem Volk voraussichtlich 2020 in einer Abstimmung vorgelegt werden soll. Die Sanierung muss bis 2025 erfolgen.