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Chance für Arbon

Der neue Standort des Historischen Museums ist seit Jahren ungeklärt. Der Kanton vertagte den Entscheid. Die städtische Arbeitsgruppe formuliert einen neuen Vorschlag: ein geteiltes Museum in Frauenfeld und Arbon.
David Grob
2016 überreichte Andreas Balg, Vorsitzender der Arbeitsgruppe, Paul Roth, DEK-Generalsekretär, die Dokumentation zum Schloss Arbon als Museumsstandort.(Bild: Archiv)

2016 überreichte Andreas Balg, Vorsitzender der Arbeitsgruppe, Paul Roth, DEK-Generalsekretär, die Dokumentation zum Schloss Arbon als Museumsstandort.
(Bild: Archiv)

Sein Inhalt ist die Vergangenheit, seine Zukunft jedoch noch ungewiss. Der Standort des Historischen Museums Thurgau ist ein Politikum seit 2012. Der begrenzte Raum im Schloss Frauenfeld, wo die Exponate momentan ausgestellt werden, reicht für die Bedürfnisse nicht mehr aus.

Seither prüft der Kanton Alternativen. Insbesondere Arbon und Frauenfeld buhlen um die künftige Heimat des Historischen Museums. 2016 brachte die Stadt Arbon beim zuständigen Departement für Erziehung und Kultur (DEK) das Schloss Arbon ins Spiel. 2017 legte der Kanton die Standortsuche auf Eis. Nun hat die Arbeitsgruppe Historisches Museum TG, die sich trotz des kantonalen Marschhalts weiter für Arbon als neue Heimat des Museums einsetzt, beschlossen, den «Ansatz einer dezentralen Lösung mit zwei Standorten – dem Schloss Arbon und Schloss Frauenfeld – zu verfolgen.» Dies schreibt die Stadt Arbon in einer Medienmitteilung.

Eine örtliche Aufteilung würde ausreichend Raum für die Exponate und zugleich genügend Depotfläche bieten, heisst es weiter. «Beide Standorte könnten sowohl Ausstellungsfläche als auch Depoträume anbieten», sagt Andreas Balg, der als Arboner Stadtpräsident auch der Arbeitsgruppe vorsitzt.

Eine Visualisierung des möglichen Ergänzungsbaus.(Bild:PD)

Eine Visualisierung des möglichen Ergänzungsbaus.
(Bild:PD)

Mit Geschichte und neuem Ansatz punkten

Der Standort Arbon biete verschiedene Vorteile, sagt Balg. «Hier hat viel Geschichte stattgefunden», sagt er und spricht von der Römerzeit bis zum Mittelalter verschiedene Epochen an. «Aber vor allem zeigen wir weiterhin echtes Interesse am Historischen Museum», sagt Balg. So werde 2019 ein Entdeckungspfad rund um das Schloss Arbon entstehen, der Geschichtsinteressierten Einblicke in die Vergangenheit ermögliche. In der Medienmitteilung heisst es:

«Der Pfad ist ein weiteres Argument für Arbon als Standort für das Historische Museum.»

Ausserdem konkretisierte die Arbeitsgruppe im vergangenen August seine Pläne und legte dem Kanton eine Projektskizze des Erweiterungsbaus unmittelbar beim Schloss vor. Konkrete Vorschläge und neue Ansätze – damit möchte die Arbeitsgruppe punkten.

Doch schlussendlich geht es Balg und der Arbeitsgruppe mit dem Vorschlag des Doppelstandorts insbesondere darum, den politischen Druck aufrechtzuerhalten. Balg sagt:

«Wir möchten den Prozess beschleunigen.»

Die Arbeitsgruppe fordert deshalb in ihrer Medienmitteilung vom Kanton einen verbindlichen Zeitplan für den Entscheid und eine Offenlegung der Museumsstrategie «für interessierte Kreise». Der Kanton nimmt die Forderungen zur Kenntnis. «Der Stand ist nach wie vor derselbe wie bei der Diskussion im Grossen Rat», sagt DEK-Generalsekretär Paul Roth. Im August diskutierte das Kantonsparlament im Zusammenhang mit einer Interpellation über die Standortfrage.

Standpunkt der Regierung sei weiterhin, dass in einem ersten Schritt die Erweiterungs- und Sanierungsmöglichkeiten des Kunstmuseums in der Karthause Ittingen geprüft werden. «Dies ist aus raumklimatischen Gründen prioritär», sagt Roth. Deshalb habe das Projekt Kunstmuseum Vorrang gegenüber der Standortsuche des Historischen Museums. So hängt die Antwort denn auch vom Kunstmuseum ab. «Wir hoffen, im Verlaufe des kommenden Jahres einen Entscheid in der Standortfrage treffen zu können», sagt Roth. Auch die Museumsstrategie soll im ersten Quartal 2019 kommuniziert werden. «Momentan ist die Weiterentwicklung noch nicht spruchreif», sagt Roth.

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