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Bussnanger Gemeindepräsident schmaust Wurstsalat an Grillstelle

Egal wo Gemeindepräsident Ruedi Zbinden gerade ist – Bussnang verfolgt ihn auf Schritt und Tritt. Im Rahmen der Sommerserie erzählt er über seine Familie und weshalb sich Arbeitszeit für ihn fast wie Freizeit anfühlt.
Viviane Vogel
Ruth und Ruedi Zbinden sitzen mit ihrer Enkelin Maya und TZ-Praktikantin Viviane Vogel am gedeckten Tisch, hinter dem Waldlehrpfad. (Bilder: Sabrina Bächi)

Ruth und Ruedi Zbinden sitzen mit ihrer Enkelin Maya und TZ-Praktikantin Viviane Vogel am gedeckten Tisch, hinter dem Waldlehrpfad. (Bilder: Sabrina Bächi)

Sogar ein Tischtuch hat Gemeindepräsident Ruedi Zbinden dabei. «Da hat meine Frau drangedacht, nicht ich», gesteht er und grinst verschmitzt. «Auch den Wurstsalat hat Ruth gemacht. Wenn wir schon kein Feuer entfachen dürfen, so essen wir wenigstens Wurst. Das gehört dazu», erklärt der Gemeindepräsident. «Wäre jetzt kein Feuerverbot, hätte ich dann also selbst angefeuert.»

Der Bussliger Solaris Wein steht bereit zum Anstossen.

Der Bussliger Solaris Wein steht bereit zum Anstossen.

Zum Anstossen steht der Bussliger Solaris Wein auf dem rot-weiss karierten Tischtuch.Hinter dem Grillplatz bei der Bürgerhütte verläuft ein Waldlehrplatz. Alle paar Schritte steht ein Schild mit einem Text. «Sehr schön an diesem Ort hier ist, dass man die Kinder rasseln lassen kann», merkt Zbinden an. Den Waldeingang ziert ein Paar hölzerner Hasen und gleich nebenan sind Gletscherfindlinge ausgestellt, mitsamt Bezeichnung und Herkunftsort.

«Hierher kommen die Einwohner der Gemeinde gerne. Auch für Geschäftsausflüge ist die Stelle beliebt.»

Sagt der Gemeindepräsident. Und die Zbindens? «Früher waren wir oft hier. Jetzt, wo die Kinder gross sind, geniessen wir gerne zu Hause den Gasgrill.» Als Zbinden gerade den Holztisch deckt, kommt auch seine Frau mit seiner Enkeltochter an. Mit grossen Augen schaut das blonde Mädchen die fremden Leute an. «Heute ist sie besonders schüchtern», wundert sich Zbinden. «Maya kommt aus der Romandie. Sie ist die Tochter unseres Sohnes und gerade bei uns in den Ferien.» Sie verstehe Schweizerdeutsch, antworte aber auf Französisch.

Eine interkantonale Familie

Die Zbindens sind eine interkantonale Familie. «Meine Mutter war Bündnerin, Ruth kommt aus dem Bernbiet. Martin, unser Sohn, wohnt nun im Waadtland und zu Heiden haben wir auch einen Bezug, weil ich dort auch einmal gearbeitet habe», bestätigt Zbinden. Und natürlich der Thurgau, wo der gelernte Schreiner aufgewachsen ist und noch immer lebt. Der Gemeindepräsident ist ein aktiver Thurgauer.

Fragen an die Grilltiger

• Fleisch, Wurst oder Grillkäse?
«Zu einem saftigen Stück Fleisch sage ich nicht Nein. Ich geniesse aber auch gerne eine gute Wurst. Käse gehört meiner Meinung nach nicht auf den Grill, sondern ins Fondue oder auf eine Kalte Platte.»
• Holz-, Brikett- oder Gasgrill?
«Ich bevorzuge Holz, wenn ich Zeit zum Feuern habe. Gerade, wenn Feuerverbot herrscht, ist jedoch der Gasgrill zu Hause auch sehr gäbig.»
• Sind Sie ein Feuertalent?
«Ich bin vertraut mit dem Feuer machen und habe mein Leben lang mit Holz geheizt. Es gibt sicher noch bessere Grilliermeister, aber ich weiss zumindest, wie ein Stück Fleisch auf dem Grill saftig bleibt.»
• Eine Lagerfeuergeschichte?
«In meiner Zeit als Schulpräsident habe ich die Waldweihnachten immer sehr schön gefunden. Die Kinder waren dann ganz aufgeregt und die Flammen mitten im Schnee schufen eine einzigartige Atmosphäre.»

Für nächstes Jahr habe er schon 120 Termine eingetragen. Sowohl sein Engagement als Präsident der Baukommission, als auch seine Präsidien im Stiftungsrat, in der SVP Thurgau und im Kantonsrat, erachtet er als Hobbys. «Ich würde es nicht machen, wenn ich es nicht gerne täte.» Für den 56-Jährigen ergänzen sich Beruf und Freizeit gut. Ausserdem geniesse Zbinden den geselligen Teil der Behördenarbeit sehr. «Da geht man ja auch ab und an zusammen etwas trinken.»

Bussnang im Ausland

Wenn er einmal Zeit zum Entspannen hat, gehe er am liebsten mit dem Zug in die Ferien. «Gerade als Bussliger Gemeindepräsident finde ich es schön, in Italien zu sein, und einen Stadler Zug daherrollen zu sehen», sagt Zbinden. «Ja, da ist Ruedi fast ausgeflippt vor Freude», erinnert sich Ruth Zbinden. Ihr Mann schwärmt: «Wir sind so ländlich, und doch haben wir einen internationalen Bezug. Mir haben auch schon Bussliger geschrieben, die in den Niederlanden oder in Russland einen Stadler Zug gesichtet haben.»

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