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Bürgler Drogisten setzen auf Hanf und haben Erfolg damit

Marcel Breu aus Bürglen hat sich einen Kundenstamm in der ganzen Schweiz aufgebaut. Anfangs wurden er und seine Mitarbeiter dafür belächelt, in einer Landdrogerie das grosse Geschäft aufbauen zu wollen.
Ramona Riedener
Die beiden Drogisten Patrick Kilian und Marcel Breu kennen sich bereits seit ihrer Berufslehre. (Bild: Ramona Riedener)

Die beiden Drogisten Patrick Kilian und Marcel Breu kennen sich bereits seit ihrer Berufslehre. (Bild: Ramona Riedener)

Nachdem Hanf, der bereits vor über 5000 Jahren auf der ganzen Welt als Nutz- und Heilpflanze eingesetzt wurde, in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wegen seiner berauschenden Wirkung verboten wurde, findet er heute wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften wieder Beachtung.

Marcel Breu, Gründungsmitglied und Leiter der Drogovita Med GmbH ist vom Hanf überzeugt. Zusammen mit den zwei gleichaltrigen Berufskollegen Patrick Kilian und Severin Frei kaufte der junge Berufsmann 2007 die Drogerie im thurgauischen Bürglen.

«Wir wurden damals belächelt, weil wir auf eine Landdrogerie setzten, wo doch gerade diese vom Ladensterben bedroht sind»

sagt der Drogist. Unterstützung bekam Marcel Breu von seinem Vater Remo Breu, der ihn heute noch in administrativen Sachen, bei der Auslieferung und überall, wo Not am Mann ist, tatkräftig unterstützt.

Nähe für den Kunden

Persönliche Betreuung, Zeit für die Beratung der Kunden und eine Auswahl an natürlichen und pflanzlichen Produkten aus dem eigenen Labor, ist das Rezept für die Erfolgsgeschichte: Heute gehören neben dem Mutterhaus in Bürglen noch fünf weitere Landdrogerien dazu.

Salben, Gels, Tees, Öle, Pastillen und Kapseln, aus allerlei Kräutern, Blättern, Wurzeln und Blüten, Heilmittel und gesundheitsfördernde Präparaten aus natürlichen Heilpflanzen stehen neben bekannten oder auch weniger geläufigen Produkten im Regal der Dorfdrogerie in Bürglen. Marcel Breu hat sich auf die Herstellung eigener Produkte im Gesundheitsbereich spezialisiert.

In Gewächshäusern aber auch auf offenem Feld wird die Heilpflanze für die Tinkturen und Öle angebaut. (Bild: Ramona Riedener)

In Gewächshäusern aber auch auf offenem Feld wird die Heilpflanze für die Tinkturen und Öle angebaut. (Bild: Ramona Riedener)

Seit Cannabis als Heilpflanze einen grossen Boom erlebt und seine medizinische Wirkung in wissenschaftlichen Labors auf der ganzen Welt Beachtung finden, hat sich Breu auf das Thema spezialisiert.
Es braucht Fachwissen und ständige Weiterbildung, um aus einzelnen Wirkstoffen der Hanfpflanze Tinkturen, Öle, Tees und Crèmes herzustellen.

500 Kunden in der ganzen Schweiz

Heute ist Marcel Breu mit seinem siebenköpfigen Team verantwortlich für die Lieferung von Hanfprodukten an über 500 Kunden in der ganzen Schweiz. Vier professionelle Hanfanbauer beliefern ihn als Hersteller mit den extrahierten Pflanzen.

Drogist Marcel Breu.(Bild: Ramona Riedener)

Drogist Marcel Breu.
(Bild: Ramona Riedener)

Wenn alles nicht mehr hilft, die Krankheit fortgeschritten ist und die Schulmedizin am Ende ihrer Weisheit, greifen Menschen zu jedem Strohhalm, der sich bietet. Immer wieder ist von alternativen Methoden oder Heilmitteln zu lesen, die bei sogenannten hoffnungslosen Fällen geholfen haben. Da liegt es auf der Hand, auch Canabis auszuprobieren. Die schmerzlindernde, entspannende und entzündungshemmende Wirkung spricht dafür.

«Bei Krankheiten ist es wichtig, vorher den Arzt zu konsultieren und nie die verordnete Therapie einfach absetzen»

rät der Drogist Marcel Breu dringend. «Hanfprodukte können sehr wertvoll sein, als Unterstützung und Ergänzung. Doch falsche oder gar fehlende Beratung kann schlimme Folgen haben.»

Breu steht dem Online Handel, über den Hanfprodukte ohne Beratung erhältlich sind, skeptisch gegenüber.

«Aus gesetzlichen Gründen dürfen auf Hanfprodukten keine Verzehrangaben gemacht werden. Deshalb ist es für den Konsumenten schwierig einzuschätzen, was wirksam oder allenfalls bereits zu viel ist.»

Heute gelten Hanferzeugnisse als Nahrungsergänzung oder Wellness-Produkte. Sie müssen selber bezahlt werden. Weil die rechtlichen Grundlagen fehlen, übernehmen die Krankenkassen die Kosten dafür nicht.

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