Bürglen
Premiere in Bürglen: Am Samstag findet der erste Repariertag statt

Josef Marty und Beat Baumann wollen defekten Haushaltgeräten, Spielzeugen oder Fahrrädern neues Leben einhauchen. Dazu haben sie den ersten Repariertag in Bürglen organisiert.

Monika Wick
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Josef Marty und Beat Baumann organisieren den ersten Repariertag in ihrer Werkstatt in Bürglen.

Josef Marty und Beat Baumann organisieren den ersten Repariertag in ihrer Werkstatt in Bürglen.

Bild: Monika Wick

Vor dem Einfamilienhaus der Familie Marty an der Zeltlistrasse 9 in Bürglen weist eine Tafel auf den Repariertag hin, der Morgen Samstag stattfindet. Von 10 bis 15 Uhr reparieren Hausherr Josef Marty und sein Kollege Beat Baumann in der Werkstatt des Gebäudes defekte Haushaltgeräte, Spielsachen, Möbel oder Fahrräder. Mit ihrer Aktion wollen die beiden Männer der Wegwerfmentalität entgegenwirken. «Oftmals braucht es wenige Handgriffe, bis ein Gerät wieder läuft oder eine Schublade nicht mehr klemmt», sagt Josef Marty.

Nachdem Josef Marty einst erfolgreich eine Küchen- und eine Stickmaschine repariert hatte, hatte er die Idee, auch Dinge für weniger begabte Handwerker zu flicken. Unterstützt in seinem Unterfangen wird Josef Marty von Beat Baumann, der nach eigenen Worten ein Händchen für die Reparatur von Fahrrädern hat.

«Wir haben keine Bedenken, dass wir etwas nicht reparieren können. Die Dinge sind ohnehin schon kaputt.»

Gerne leiten Josef Marty und Beat Baumann auch Personen an, die selber versuchen möchten, etwas zu reparieren. Für ihre Dienstleistungen stellen die beiden Männer lediglich das Material in Rechnung. «Für allfällige Trinkgelder stellen wir ein Kässeli auf», erklären sie.

Kaffee und Kuchen während der Wartezeit

Am Repariertag beteiligen sich auch die Ehefrauen der beiden Handwerker. Um etwaige Wartezeiten zu überbrücken, servieren Jacqueline Marty und Janine Baumann in einer kleinen Wirtschaft Kaffee und Kuchen.

Ob der Bürgler Repariertag eine Eintagsfliege ist oder sich zu einem festen Bestandteil im Veranstaltungskalender der Gemeinde mausert, vermögen Josef Marty und Beat Baumann noch nicht zu sagen. «Wir müssen erst einmal schauen, wie die Premiere verläuft und ob überhaupt ein Bedürfnis für ein solches Angebot besteht», sagen sie.