Bürglen
Drei Frauen kandidieren für die freien Sitze in der Schulbehörde Bürglen

Die Volksschulgemeinde Bürglen führt am 7. März ihre
Gesamterneuerungswahlen durch. Für die drei freien Sitze kandidieren Corinne Oertig, Sima Goldinger-Engeli und Salome Ulmann.

Hannelore Bruderer
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Der Pausenplatz der Schule Bürglen.

Der Pausenplatz der Schule Bürglen.

Bild: Andrea Stalder

Die Schulbehörde Bürglen besteht aus sieben Mitgliedern. Schulpräsident Rolf Gmünder tritt am 7. März zur Wiederwahl für die Amtsperiode 2021 bis 2025 an, ebenso die bisherigen Behördenmitglieder Christoph Bär, Daniel Schiller und Dominik Schmid. Auf eine weitere Amtsperiode verzichten Anita Marcelat, Roman Pretali und Renate Sutter. Ihnen nachfolgen möchten Corinne Oertig, Sima Goldinger und Salome Ulmann. Sie haben ihre Kandidatur rechtzeitig angemeldet und werden auf der offiziellen Wahlliste aufgeführt.

Salome Ulmann.

Salome Ulmann.

Bild: Hannelore Bruderer

Salome Ulmann ist in Bürglen aufgewachsen und wohnt seit 2015 wieder in der Gemeinde. Sie und ihr Lebenspartner haben zwei Kinder im Vorschulalter. Salome Ulmann ist 38-jährig, hat Ausbildungen zur Psychologin und Psychotherapeutin absolviert und ist aktuell im Bereich Kindesschutz tätig. «Eine gute Entwicklung von Kindern und Jugendlichen liegt mir am Herzen. Die Schule als eine der wichtigsten Wegbereiterinnen nebst dem Elternhaus braucht für die Weiterentwicklung eine gute Strategie und Visionen. Dazu möchte ich in der Schulbehörde meinen Beitrag leisten», sagt sie über ihre Motivation. Salome Ulmann bezeichnet sich als teamfähig, empathisch, belastbar, entscheidungsfreudig, offen und interessiert. Mit ihrem beruflichen Hintergrund sei sie es gewohnt, komplexe Situationen zu erfassen und gangbare Lösungen zu entwickeln.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Schulbehörde zählt sie das Schaffen der Rahmenbedingungen, damit die Schule ihre Kernaufgabe der intellektuellen, sozialen und emotionalen Förderung der Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen wahrnehmen kann. Für ein gutes Lern- und Arbeitsklima sei ebenso die Planung und Erweiterung des Schulraums wichtig. Nicht vergessen möchte Salome Ulmann die Eltern, die mit ihrem konstruktiven Engagement den Bildungsprozess ihrer Kinder unterstützen können. «Ich möchte mich für die Weiterentwicklung der Strategie der VSG Bürglen einsetzen, die für ein gutes Lehr- und Lernklima sorgt, klare Haltungen und Werte vermittelt und damit eine ganzheitliche Bildung ermöglicht», erklärt die Kandidatin.

Mutter von drei Kindern

In diesem Jahr wird es zehn Jahre, seit Sima Goldinger-Engeli und ihr Mann nach Bürglen gezogen sind. Das Paar hat drei Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren. Die 34-Jährige ist gelernte Zahntechnikerin und arbeitet im kaufmännischen Bereich. Mit ihrer Kandidatur will Sima Goldinger eine neue Herausforderung wahrnehmen. Da sie bisher noch nicht in einer Behörde mitgearbeitet hat, ist ihr bewusst, dass mit dem Amt viel Neues auf sie zukommen wird. «Neues zu lernen, ist etwas, worauf ich mich besonders freue und wofür ich offen bin», sagt sie.

Die bauliche Vergrös­serung der Schule in Bürglen sieht sie als dringlichste Aufgabe in den nächsten Jahren, unterstützen will sie aber auch die Bestrebungen für familienergänzende Betreuungsangebote. Ihre Stärken verortet die Kandidatin in den Bereichen Soziales und Kommunikation.
Als kontaktfreudige Person möchte sie sich für den Dialog innerhalb der Behörde, der Lehrerschaft und den Schulbürgerinnen und Schulbürgern einsetzen. Sima Goldinger ist auch ehrenamtlich tätig. Sie arbeitet beim Verein Ludothek Bürglen mit.

Gemeindeschreiberin kandidiert

Corinne Oertig wohnt seit 2014 in Bürglen, ist verheiratet und Mutter eines fünfjährigen Kindes. Über ihre Motivation zur Kandidatur sagt sie: «Ich möchte mich für eine Schule einsetzen, in der das Wohl der Kinder und ihre Individualität im Zentrum stehen. Die Kinder sollen eine solide Basis für die weitere Schulbildung erhalten – ein starkes Fundament, welches sie fit für das Leben und die berufliche Zukunft macht.» Die 36-Jährige arbeitet mit einem 70-Prozent-Pensum als Gemeindeschreiberin in Bettwiesen. Durch ihren Beruf verfügt sie bereits über Erfahrung in der Behördentätigkeit. Über ihre Stärken sagt sie, dass sie eine gute Zuhörerin sei und Organisationstalent besitze.

Corinne Oertig.

Corinne Oertig.

Bild: Hannelore Bruderer

Wegen der steigenden Schülerzahlen ist bei der Schule Bürglen die Schulraumplanung ein aktuelles Thema und eine grosse Herausforderung. Corinne Oertig begrüsst, dass das Thema mit einer Machbarkeitsstudie angegangen wird. «Die Räumlichkeiten sollen nicht nur Lern-, sondern auch Lebensraum sein», sagt sie. Als berufstätige Mutter will sie sich besonders im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf engagieren. Ein Thema, das nicht nur sie betreffe, sondern generell mehr an Bedeutung gewinne, ist sie überzeugt.