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Bürglen bleibt auf dem Spitzenplatz bei der Verschuldung

94 Stimmberechtigte diskutierten am Montagabend an der Budgetversammlung mit harten Bandagen. Sie hiessen dennoch alle traktandierten Geschäfte gut.
Manuela Olgiati
Gemeindepräsident Erich Baumann und Gemeindeschreiberin Iris Weber gratulieren Berufsweltmeister Kerim Hut. (Bild: Manuela Olgiati)

Gemeindepräsident Erich Baumann und Gemeindeschreiberin Iris Weber gratulieren Berufsweltmeister Kerim Hut. (Bild: Manuela Olgiati)

Mit Tina Turners Welthit «Simply the Best» wird zu Beginn der Budgetgemeindeversammlung am Montagabend der Berufsweltmeister Kerim Hut als bester Gebäudehüllen-Spezialist geehrt. Danach dreht der Wind zu einer kühlen Brise. Fast drei Stunden wird in der Mehrzweckhalle über Zahlen gebrütet und mit harte Bandagen diskutiert.

Der hohe Schuldenberg und mangelnde Sparbemühungen werden dem Gemeinderat angekreidet. Stimmbürger Heinz Schmid stellt den Antrag auf Rückweisung des Budgets 2019, welcher keine Mehrheit findet. Gemeindepräsident Erich Baumann rechtfertigt die einzelnen Posten mit einem hohen Investitionsbedarf.

Keine Kieselsteine, grosse Brocken

Kritik wird laut, weil zwei Firmen aus Bürglen abwandern, «vielleicht weil der Ort unattraktiv ist». Auf die Mängelliste der Kritiker kommt, dass die Gemeinde Bürglen es über Jahre versäumt habe, Perimeterbeiträge bei den Grundstückeigentümern einzufordern. Nun fehle das Geld in der Kasse, stellt ein Stimmbürger ernüchtert fest. Stimmen für das Generieren von Einnahmen werden laut, zum Beispiel mittels Kiesrappen.

Keine Trendwende im Budget

Das Budget mit einem Aufwand von 9 Millionen und einem Defizit von knapp 80'000 Franken mit dem bisherigen Steuerfuss von 69 Prozentpunkten wird gutgeheissen. In der Finanzplanung gibt es keine Trendwende. Die hohen Investitionen in der Wasserversorgung und beim Projekt Werkhof werden die Verschuldung erhöhen. Die Investitionsrechnung schliesst mit Ausgaben von 2 Millionen Franken.

«So simpel ist das nicht», sagt Baumann. Es gehe um grosse Brocken. Auch die Sanierung oder der Neubau des Werkhofs ist Thema der Versammlung. Architekt Jürg Engler bemängelt, dass die Bevölkerung zu wenig einbezogen werde. Baumann informiert über die erweiterte Baukommission, die das Projekt nun vorantreibe. Voraussichtlich bis Mai 2019 soll der Gemeinderat einen detaillierten Projektierungsantrag zur Abstimmung vorlegen.

Vier Einbürgerungen

Eine grosse Ausgabe im kommenden Jahr steht mit dem Ersatz des über hundertjährigen Reservoirs Moos bevor. Klarheit herrscht auch für das Hauptprojekt in der Wasserversorgung, welches die Weinfelderstrasse zwischen dem Kreisel KVA und dem westlichen Ortseingang von Bürglen betrifft. Die Strasse wird durch das kantonale Tiefbauamt saniert, in diesem Zug ersetzt die Gemeinde die Wasserleitung. Die Werterhaltung der Zeltlistrasse ist den Bürglern ebenso wichtig wie die Verbesserung des EW-Netzes in Opfershofen.

Nach einer geheimen Abstimmung werden zum Schluss auch vier Personen eingebürgert.

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